Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 32 (1876)
- Issue
- 5-6 (1876)
- Date
- 1876-01-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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89 (Aschkenasim) ein, und diese haben schließlich die Majorität erlangt. Aus der Mitte dieser englischen Inden sind aber nicht wenige zum Christenthum übergetreten, und zumal haben die Sephardim viele ihrer Glieder zur Kirche übergehn sehn. Pieeiotto erwähnt eine Reihe von angeseheneren Proselyten, und nach den Mittheilungen desselben lassen wir diese jetzt folgen. Bereits im Jahre 1660 bekannte ein italienischer Rabbi Moses Seialitti öffentlieh den christlichen Glauben. Unter dem Namen Rev. Paul Seialitti hat derselbe hernach einen Brief an seine früheren Glaubensgenossen gerichtet, in dem er ihnen die Gründe seines Uebertritts auseinandersetzte und sie ermahnte, seinem Beispiel zu folgen. Um 1750 sagte sich der damalige jüdische Rothschild Englands Sampson de Nehmt Abndiente von der Synagoge los, ohne sich jedoch selbst der christlichen Kirche anzuschließen. Er nahm den Namen Sampson Gideon an und heirathete eine christliche Dame. Seinen Sohn Sampson ließ er taufen und wurde derselbe zum Peer unter dem Titel eines Baron Eardley erhoben. Die Familie der Eardleys erkennt in Sampson ihren Ahnherrn; doch hängt dieselbe heute mit jenem nur noch von weiblicher Seite her zusammen. Bekannt ist gegenwärtig Sir Culling Eardley. Die Familie der Villareals wurde christlich und verschwägerte sich mit der höchsten Aristokratie Englands. Ebenso die Nachkommen der Franeos, welche im vorigen Jahrhundert zu den angesehensten und reichsten Gliedern der jüdischen Gemeinde gehörten. Auch die Kinder des merkwürdigen Millionärs Ephraim Baron d'Aguilar blieben nur zum Theil Juden; die Töchter heiratheten christliche Männer, und der gegenwärtige General d'Aguilar stammt von einem der älteren Söhne Ephraim d'Aguilar's ab. Der reiche Westindienkaufmann Jakob Bernal erzog seine Kinder im Christenthum. Ein Sohn desselben, Ralph Bernal, wurde Parlamentsmitglied. Sein Sohn, Kapitän Bernal heirathete die Erbin von Sir Thomas Osborne und nahm den Beinamen Osborne an. Des Letzteren Tochter, Miß Graee Osborne, ward die Gattin des Herzogs von St. Albans, eines Nachkommen der Stuart. Die meisten Uebertritte geschahen übrigens auch unter den englischen Juden im letzten Viertel des 18. und im ersten Viertel