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Dibre Emeth · 1874-01-01 · 3-4 (1874) · page 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
30 (1874)
Issue
3-4 (1874)
Date
1874-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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88 getauft worden, mehrere Andere werden in einem Monate getauft werden. Aber die mir auferlegte Last würde für mich zu schwer sein, wenn ich nicht Christi Hilfe täglich erführe. Da unser Bibclglaube im offenen Widerspruch zu der Lehre der abyssinischen Kirche steht, so ist daraus viel Feindschaft entstanden, und wo auch Bekehrte vorhanden sind, haben sie viele Streitigkeiten und vielen Haß durchzumachen. Deswegen ist ein Theil der Leute meine geschworenen Feinde, und, wenn sie die Macht dazu hätten, würden sie mich tödten. Andere ergreifen meine Partei, ermuthigen mich, ja nicht mich einschüchtern zu lassen, sondern die Wahrheit rund herauszusprechen und Gott mehr als den Menschen zu gehorchen. Kees Shety befindet sich wohl, er lehrt die Forschenden und die Proselyten lesen und begleitet uns dann und wann auf unseren Missivnsreisen. 2 der Getauften, Debtera Seena und Debtera Rada unterrichten die Falaschas in Dshargh in Dagoosa. Außer den bereits getauften 5 Falaschas warten 25 andere auf die Taufe. Der Herr segnet überreich unsere schwachen Bemühungen. Jüngst habe ich ein Schulhaus erbaut, da wir nicht Raum genug hatten. Kendy Tanta und ich machen Missionsreisen nach entfernten Orten; wenn er zu Hause ist, unterrichtet er in der Schule. Zuweilen kommen auch Wahrheitsuchende aus weiter Ferne. In wenigen Tagen erwarte ich einige von Dagoosa. Ein Aloa Maquanen (ein christlicher höherer Geistlicher) ist ein Jahr lang mein Schüler gewesen, er hat bei mir das Alte Testament studirt. Er bietet sich selbst an, irgendwo als Lehrer von Falaschakindern nützlich sein zu wollen. Unsere ganze Zeit geht dahin mit Verkündigung des Evangeliums an die Falaschas und die anderen Eingeborenen; o gäbe es nur Religionsfreiheit!" Flad und seine zu Predigern herangebildeten 4 Falaschabegleiter sind unterdeß auf ihrer Rückkehr von der Schweiz nach Abyssinien bereits in Egypten angekommen. Ein Brief Flads aus Alexandria berichtet uns darüber das Nähere. Gouverneur Munzinger hat sich ihrer daselbst auf's Wärmste angenommen. Seiner Fürsprache haben die Reisenden in der That auch sehr viel zu danken. Der Minister Nubar Pascha sandte in Folge derselben ein Telegramm nach dem Suez-Kanal, daß ihr ganzes Gepäck ungeöffnet und umsonst passiren sollte. Ja der Vicekönig hat bestimmt, daß Flad und Sanbatoo von Alexandria, die 3 andern Falaschas, welche mit Flad gehen

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