Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 28 (1872)
- Issue
- 11-12 (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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und das LebendexJuden während ihrer Zerstreuung unter den Völkern das Urtheil der Entheiligung des göttlichen Namens von Seiten JeWahs: und. sogar auch, von Seiten der Völker selbst treM Es istnicht möglich, wie man es orthodoxerseits gern thut, die Vertreibung:-der Juden aus Palästina als Strafe der Sünde zu bezeichnen,, ihr Lehen unter dem Völkern dagegen im heiligen Lichte anzusehn.: Der Prophet spricht in beiden Fällen das gleiche Gericht aus. : Stärker kann Hesekiel es. nicht bezeichnen, als Wenn er sagt, daß ihnen das eigene Leben später noch einmal ein Gegenstand des Ekels <M 31) fein werde. So wird denn auch die zükünstige Rückkehr der Juden in die Heimakh nicht als Lohn ihre Frömmigkeit, sondern im Gegentheil ganz ausdrücklich als völlig unverdiente Gnadenthat Gottes dargestellt. .Wenn uns in anderen Stellen die Bekehrung und die Rückkehr wie Grund und Folge erscheinen wollen, so ist dies darum der Fall, weil dort die einzelnen Momente nicht unterschieden, sondern die geschichtliche Thatsache nur in ihre Hauptzüge kurz zusammengefaßt geschildert wird. Canaan kann und wird also auch schon von einem unbekehrten Israel wieder bewohnt werden, aber in den wirklichen Besitz des Landes, in eine friedliche Herrschaft daselbst gelangt das Volk erst, nachdem die Bekehrung der Herzen stattgefunden hat.- Die Zeit der Bekehrung Israels tritt also erst dann ein, wenn es sein Wiederwohnen in Canaan nicht als die gebührende Vergeltung für die in der Zerstreuung geübte Gerechtigkeit ansteht, sondern wenn es die ganze Zeit seit Christo als eine Zeit der größten Verschuldung anerkennt. Und nicht hat Israel zum. Wachsthum der Frömmigkeit der Völker während dieser Zeit beigetragen, sondern dazu, daß der heilige Name Gottes entweiht würde. Je mehr das heutige Judenthum daher fürsich den Ruhm beansprucht, die heilige GvtteSgemeinde in der. Welt darzustellen und es dieser auf solche Weise zu zeigen, was Heiligung des göttlichen Namens sei, desto, ferner ist es noch von der getyeiffagten Bekehrung. Geschichtlich aber liegt, es genug vor uns, wie viel die Juden dazu beigetragen haben, statt der Liebe, welche hie Erfüllung der göttlichen Gebote ist, den Haß zu mehren. Wie viel haben sie ferner: dazu beiges den Glauben aus den