Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 28 (1872)
- Issue
- 11-12 (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Israels Schande und Schmach und Gräuel übertreffen die Sünden dieser Aller. Dann heißt es: C. 16, 59. Za, ich werde dir thun, sowie du gethan, die du den Schwur verachtet und den Bund gebrochen hast. V. 69. Aber ich werde gedenken meines Bundes mit dir in den Tagen deiner Jugend und mit dir errichten einen ewigen Bund. V. 61. Und du wirst deines Wandels gedenken und dich schämen, wenn du deine Schwestern nimmst, die größeren zu den kleineren, und ich sie dir zu Töchtern gebe, aber nicht wegen deines Bundes. V. 62. Und ich werde meinen Bund mit dir errichten, und du sollst erkennen, daß ich Jehovah bin. B. 63. Auf daß du eingedenk seiest und dich schämest und den Mund nicht mehr austhust vor Beschämung, wenn ich dir Alles vergebe, was du gethan, spricht der Herr Jehovah. Also, vor Scham den Mund nicht mehr aufthun zu wollen im Blicke auf die ganze Vergangenheit, auf das ganze Leben, welches Israel geführt hat: daö ist das Resultat, zu welchem einst das Volk kommen wird. Dann wird es Buße thun und dann wird es sich bekehren. Heute lese man die Geschichte der Juden z. B. in dem gefeiertsten Werke des jüdischen Historiographen Graetz, eine Geschichte, welche die ganze nachchristliche Zeit bis zum Jahre 1879 enthält, oder man werfe einen Blick in die nun fast schon zu einem Meer anschwellende jüdische Literatur, da wird man in tausend Dingen die schärfsten Differenzen finden nur nicht in einem Punkte, nämlich in dem, daß die Juden, um es mit einem Wort zu bezeichnen, in allen Zeiten der Menschheit nie ihres Gleichen irgendwo in der ganzen Welt gefunden haben, sondern daß fie die Blüthe ünd das Ideal der Menschheit find. Anmaßung, daö ist ja ein Fehler und ein Schade, den selbst der Talmud an den Juden eingesteht. Hört einmal das Selbstrühmen und Selbstpreisen derselben auf und begehren sie für ihre ganze Geschichte nur