Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 24 (1868)
- Issue
- 5-6 (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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SS noch zwei andere drucken lassen: „Drei schöne Lieder zu Gottes Ehre;" und „C. Arenfeld, Betrachtungen über das Buch Esther hv.“ In dem zu Johannis 1867 erschienenen Hefte der „Saat auf Hoffnung" wird ein Preis-Ausschreiben des Cölner Schristen- Vereins „betreffend einen Traktat über den jüdischen Versöhnungstag mitgetheilt. Nach dieser Anzeige dürfte bereits der preisgekrönte Traktat erschienen sein; denn die Arbeiten sollten bis zum 1. Oktober 1867 eingeliefert werden. Die hochwichtige Lehre von der Versöhnung wird leider nicht nur von den Reformjuden, sondern auch von den Orthodoxen stark bekämpft. Von Ersteren ist das nicht befremdend, aber daß Letztere sich auf eine solche Weise dagegen erklären, wie z. B. der oben erwähnte Beurtheilter des Schriftchens von Professor Delitzsch: „Der Messias als Versöhner" — das ist auffallend, da doch Bibel, Talmud und jüdisches Gebetbuch die Lehre von der Versöhnung so stark bezeugen. Aber dergleichen grobe Widersprüche finden sich in dem heutigen Judenthum ja so viele. Rühmt doch „Der Israelit" auch sein Judenthum z. B. wegen „der hohen Stellung des jüdischen Weibes," wie man in Rr. 14 und 25 von 1867 das Weitere lesen kann. Aber trotz alles dessen, was dort von dieser herrlichen Stellung gesagt wird, kann das orthodoxe Judenthum doch noch immer beten : „ Gepriesen seist Du, Ewiger, unser Gott, Weltbeherrscher, daß Du mich nicht als Weib erschaffen." Denen, die so beten können, muß doch die herrliche Stellung des Weibes noch sehr fraglich sein. Wir wünschen der besprochenen Schrift eine große Verbreitung; und besonders wünschen wir, daß die erwartete oder bereits erschienene Preisschrift dem wichtigen Zweck entsprechen und Vielen aus Israel das tröstliche und ernste Wort von der Versöhnung ins Herz und Gewissen bringen möge. Ä Israel, Du Volk der Gnaden, Jerusalem, Du Gottesstadt. Wie oft bist Du schon eingeladen Durch Deines Gottes Liebesrath, Und immer hattest Du nicht Zeit Bor lauter Lust und Eitelkeit.