Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 22 (1866)
- Issue
- 7-8 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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118 welche die göttliche Macht zeigen; der zweite der der Weissagung, welche Gottes Allwissenheit beweist, der dritte der der Lehre, welche die vollkommene Harmonie der göttlichen Eigenschaften, der Reinheit, Heiligkeit und Wahrheit darthut; und der vierte ist seine göttliche Macht über die Herzen der Menschen, die es annehmen. Aber das Bestehen dieses Volkes wurde für mein Gemüth ein fünfter Pfeiler, und von demselben Tage, beinahe vor 40 Jahren, bis auf diesen Tag habe ich nicht mehr Zweifel daran gehabt, daß die Bibel als ein Ganzes, vom ersten Verse des 1. Buch MoseS bis zum letzten der Offenbarung Johannes, das Wort Gottes ist, als ich habe, daß die Sonne am Himmel scheint. Aber Ihr sagt vielleicht: „Was haben wir mit diesem, alten merkwürdigen Volke zu thun? Es ist wahr, daß es besteht und daß in der Schrift viel von ihm gesprochen wird; aber was haben wir Heidenchristen mit ihm zu thun?" Gedenket daran, daß unser hochgelobter Meister bei seinem Scheiden aus dieser Welt den besonder» Befehl hinterließ, und Gott sei gelobt, seine Kirche in diesem Lande sucht ihn auszuführen, daß das Evangelium aller Kreatur gepredigt werden solle. Erlassung und Vergebung der Sünden sollte allen Völkern gepredigt werden. Und wo sollte damit angefangen werden? „Anhebend zu Jerusalem" lautet das Gebot. In dieser Woche sind herrliche Versammlungen gehalten worden, wie unter Andern die der kirchlichen Missionsgesellschaft, und viele anderen für die direkte Misfionsarbeit unter den Heiden werden im Laufe dieses Monats folgen. Sollen wir unfern theuern Bruder, den Juden, vergessen, sollen wir vor ihm vorübergehen? Sollen wir nicht „anheben zu Jerusalem?" Ihr werdet also zugeben müssen, daß diese Gesellschaft eine durchaus schriftgemäße ist; denn sie handelt im Gehorsam gegen ihres Meisters Gebot." Der Redner sucht nun darzuthun, daß diese Gesellschaft auch eine höchst patriotische sei, sich stützend auf den Ausspruch des Herrn an Abraham: „Gesegnet sei, der Dich segnet, und verflucht sei, der Dich verfluchet." Er schreibt den blühenden Zustand der Nation zum großen Theile dem Missionswerke unter Israel zu und schließt damit, daß Jeder, der dem Juden Gutes thue, sei es als Volk, oder als ein