Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 19 (1863)
- Issue
- 7-8 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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127 einmal einen einzigen Galla bekehrt. Vielleicht wird er diese Missionare nicht lieben, und doch taufen sie nicht wie Pater Jakob, unsere Christen noch ein Mal, noch ordiniren sie unsere Priester noch ein Malj — sie kommen mit dem Worte Gottes." Der Zeuge, von dem ich das hörte, ist ein sehr unpartheiischer — der Alava der christlichen Priester von Agaire. Okt. 18. — Wir verließen das Lager und gelangten nach fünfTagereisen großer Ermüdung in Genda an, wo wir dem Herrn gemeinschaftlich dankten, daß er nach seiner Verheißung diejenigen nicht verlassen hat, welche anerkennen, daß man seinem ewigen Worte mehr gehorchen muß, als Menschensatzungen. Welchen Antheil die menschlichen Schwächen bei dieser Sache nur immer gehabt haben mögen, so ist es doch ohne allen Zweifel ein Sieg, welchen daö Wort Gottes wenigstens über einige Seelen errungen hat, die, seitdem ihnen die göttliche Wahrheit bekannt worden ist, entschlossen sind, die Ehre nicht länger einem Menschen zu geben, die allein dem Schöpfer zukommt. Alle religiösen Jrrthümer bei Christen und Felaschas in diesem Lande concentriren sich darin, daß der Mensch erhöht, Gott aber erniedrigt werde. Dieser, wie es scheinen mag, unbedeutende Schritt kann durch die Gnade Gottes zur geistlichen Emancipation vieler Seelen führen. Der Haß und die Eifersucht, welche die christlichen Priester — wenigstens viele von ihnen — zeigen, könnte uns in Furcht setzen, wenn wir es nicht von dem Herrn selbst wüßten, daß seine Wahrheit eine Ursache der Spaltung sein soll. Aber Viele, welche bei frühern Gelegenheiten das Wort Gottes erhalten haben, lesen es nun mit mehr Aufmerksamkeit, und sogar Priester und Debterahs sind eifrig bemüht, die Stellen, welche von Christo handeln, aufzusuchen. Möge es dem Herrn gefallen, unter den Gebeinen dieser großen Masse, der abyssinischen Kirche, welche seit Jahrhunderten in einer todeöähnlichen Beobachtung menschlicher Satzungen, ohne Geist und ohne Leben, gelegen hat, durch seinen Geist eine Bewegung hervorzurufen. Zum Schlüsse will ich noch bemerken, daß am Sonntage vorher, ehe wir zum Könige gingen, zehn andere Taufkandidaten getauft