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Dibre Emeth · 1863-01-01 · 3-4 (1863) · page 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
19 (1863)
Issue
3-4 (1863)
Date
1863-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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-83 ehebrecherisch und eidbrüchig. Sie wandelten dem Nichtigen nach und wurden nichtig! Wonach der Mensch strebt, das wird er. Wer trägt die Schuld des Treubruches? Etwa Gott selbst? Was hat er an Israel gethan! Wie hat sie sein hoher Arm aus der Hand der Feinde wunderbar errettet, durch die Wüste schützend und helfend geleitet, in das fruchtbare Canaan geführt, seines Segens zu genießen! Aber sie kamen und verunreinigten den heiligen Boden! Die das Volk leiten sollten, Priester selbst und Propheten, die Hirten der Heerde fragten nicht nach ihm und wurden zu Lügenpropheten im Dienste der Götzen. Darum will der Herr mit seinem treulosen Volke nicht aufhören zu hadern von Geschlecht zu Geschlecht! Selbst die Heiden dienen Israel zur Beschämung! Sie vertauschten doch nicht ihre Götter gegen andere. Israel aber verwirft die Herrlichkeit des lebendigen, wahren Gottes, den Fels des Heils und wendet sich dem Richtigen zu, das ihm Verderben bringt. Ungeheuer ist der Frevel Jsrael'ö. Sollte sich doch der Himmel davor entsetzen, erschrecken und sehr erbeben, spricht der Herr. Denn mein Volk thut eine zwiefache Sünde, mich, die lebendige Quelle verlassen sie; und machen ihnen hier und da ausgehauene Brunnen die doch löchricht sind und kein Wasser geben. (Jerem. 8, 18.13.) Mit der wilden Sucht einer Kameelstute und eines geilen Waldesels vergleicht der Herr die unersättliche Gier Jsrael's nach eitler Erdenpracht, nach nichtigem Mammon, nach gottlosem Sündendienst, wodurch das Freieste der Völker zu einem elenden Knecht der Heiden, zu einer Beute aller seiner Feinde und grade derer, mit denen es gebuhlt hatte, wurde! Wie oft auch der Herr ries: O Land, Land, Land höre des Herrn Wort: dies Volk hat einen eisernen Nacken, einen frechen Trotz, eine furchtbare Halsstarrigkeit, einen Geist des Widerspruchs und der Empörung, daß es sich den Geist Gottes nicht will strafen lassen. Es brüstet sich stolz seiner Vorrechte als das Volk Gottes und achtet nicht auf den Herrn seinen Gott! Es will nicht unterthan sein seinen Drängern, aber auch nicht gehorchen seinem Gott und seinem Herrn! Es ist von seiner göttlichen Höhe in eine schauerliche Tiefe des Abfalls

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