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Dibre Emeth · 1863-01-01 · 3-4 (1863) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
19 (1863)
Issue
3-4 (1863)
Date
1863-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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51 Gottes in engster Beziehung stehe. Darauf deuten alle Verheißungen Gottes im alten und neuen Bunde, daß Jerusalem die Stätte ist, an welche sich die Geschichte des Reiches Gottes untrennbar anschließen soll bis an das Ende der Tage. Um Jerusalem dreht sich die Weltgeschichte mehr als um Rom und irgend eine Stadt der Erbe. Jerusalem ist seit Abraham's Opfer auf Morija die Heilsstätte nicht bloß für Israel, sondern für alle Völker der Welt nach der Verheißung: In deinem Namen sollen gesegnet werden alle Völker! Jerusalem ist seit dem Opfer des Menschen- und Gottessohnes auf Golgatha die Stätte der Erlösung für alle Menschen, die je auf Erden gelebt haben und die jetzt leben und die noch werden geboren werden. Ob Jerusalem erhöhet wird oder im Staube liegt, das ist das Kennzeichen des Ernstes oder der Güte Gottes. Rach der Schrift hängt aber das GeschMJerusalem's auf das engste zusammen mit dem Verhalten des alte» Bundesvolkes Israel. So lange sich Israel verstockt und unter dem Fluche des Zornfeuers seines Bundesgottes seufzt, wird Jerusalem im Elend und in Banden bleiben. Wenn sich aber Israel bekehrt zu seinem Gott und seinem Gesalbten, zu seinem Könige und Seligmacher, dann wird Jerusalem erstehen und hoch erhöhet werden. Darum haben wir uns mit unfern Gebeten und Hoffnungen an die Mahnungen und Weissagungen des lebendigen Gottes durch den Mund seiner heiligen Propheten zu halten; denn Himmel und Erde werden vergehen, aber das Wort Gottes bleibet in Ewigkeit. Der Prophet Jeremia, dessen Wort wir vernommen haben, redet im Namen des lebendigen Bundesgottcs Jehova. Er ist selbst gleich dem Stabe des Mandelbaums, dessen Blüthe zuerst in der erstorbenen Natur erwacht als ein Sinnbild der Wachsamkeit Gottes über die Erfüllung seines Wortes, er ist ein Frühlingszeuge des wirksamen Wortes Gottes in der im Winterschlafe liegenden Welt und verkündet die geheimen Rarhschlüffe des Herrn zur Seligkeit seines Volkes. O lasset uns diesen Frühlingsboten jetzt in den winterlichen Tagen Jsrael's mahnend und trostreich vernehmen und das Wort des Herrn betrachten: 4*

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