Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 19 (1863)
- Issue
- 3-4 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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WM» 47 Sieh', erschienen ist das Heil, Iakob's Stern und David's Erbe; Ist es nicht zuerst dein Theil? Eile, eh' dich Gott verderbe! Suche Iesum, bet' ihn an, Er ist's, der dir helfen kann! Mammon ist dein Gott und Schatz, Du verkaufst dich ihm zu stöhnen! Dort im Himmel ist dein Platz: Willst du selbst dein Heil verhöhnen? Kehre um und suche Gott, Ach es ist die höchste Noth! Dann hielt Mtssionsprediger Hartmann das Altargebet, in welchem er einstimmend in dieKlage des Propheten Jeremias: „Wie liegt dieStadt so wüste, die vollVolks war? Sie ist wie eine Wittwe. Die eine Fürstin unter den Heiden und eine Königin in den Ländern war, muß nun dienen"—den gegenwärtigen traurigen Zustand Israels und Jerusalems dem Herrn vorlegte, ihn dann bittend erinnerte an seine gnädigen Verheißungen, die er dem Hause Israel gegeben, und schließlich um seinen ferneren Segen flehte für das große Werk zur Ermunterung der Arbeiter draußen und aller Freunde Jerusalems. Nach-diesem Gebet wurde das nächste Lied: Siehe, Zion liegt in Staub, Und Jerusalem in Trümmern! Du bist selbst des Satans Raub: Sollte dich das gar nicht kümmern? Kehre wieder, Israel, Hier ist dein Immanuel! O erkenne deine Schmach Und bekenne deine Sünden! Nah' dich Gott mit deiner Klag': So wirst du Vergebung finden! Wende dich zu Jesu Christ, Der dein Gott und König ist! Dann wird Zion wieder groß, Und Jerusalem gebauet! Dann sind Deine Banden los, Heil wird von dir dann geschauet! Dann kommt Segen über dich Und dein Erbe ewiglich! gesungen, worauf die Predigt folgte, die Herr Consistorial-Rath Wachler über die Worte Jer. 3, 22 hielt. Ueber den Inhalt der Predigt brauchen wir nichts zu sagen, da sie im Folgenden mitgetheilt wird; sie war und ist, wie Jeder, der sie hörte oder liest, bezeugen wird, ein kräftiges Zeugniß von Israels Sünde und von der festen und seligen Hoffnung, die uns für Israels Bekehrung im Worte Gottes gegeben ist. Diese Hoffnung wurde auch von der versammelten Gemeine ausgesprochen in dem Verse, den sie nach der Predigt sang: