Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 18 (1862)
- Issue
- 7-8 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2554541-2554717-2554722--03757-2559665- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
„„Diese Tafel darf nicht überhängt und verdeckt werden; und sollten die Juden dereinst in Schweden sich nicht aufhalten dürfen^ so soll das Haus verkauft und für die Summe, dort, wo Juden wohnen dürfen, wieder ein Haus gekauft und an gedachten Marcus oder Descendenten geschenkt werden. Die kupferne Tafel muß dahin überstedeln und im schönsten und besten Zimmer unter gedachtem Verhältnjß ihren Platz finden. ,,„S. Darf das Eigenthum und das HauS niemals verpfändet oder in Schulden gesetzt werden; ,,„3. Wer gegen diese Bedingungen handelt, verliert sein Anrecht am Hause und am Eigenthum, und fallen beide den Ortsarmen zu, welche der christlichen Religion angehören. „„Alle dem Jacob Marcus angehörenden Leibeserben sind die gesetzlichen rechtlichen Erben zu dem Eigenthum. Gegeben auf dem Schlosse Grefsten den 24. December 1760. Arel Löven, Graf rc. lc."" - „Später errichtete I. Marcus eine Synagoge in jenem Hause die am 1. Tage Schebuoth 5556 (18. Juni 1796) eingeweiht wurde. Sowohl Jacob, wie auch sein Sohn Joseph Marcus gewährten der Gemeinde den unentgeltlichen Genuß der Synagoge; erst seit 1846, nach dem Tode des I. Marcus, zahlte die.Gemeinde für den Gebrauch der Synagoge eine jährliche Abgabe; nunmehr hat die kleine aber höchst opferwillige und rühmliche Gemeinde eine neue prächtige Synagoge, die am 3. September 1858 eingeweiht wurde und nicht weniger als 66,006 Thaler Reichsgeld kostete." Ob nun die erwähnte „kupferne Tafel" mit den biblischen Inschriften noch vorhanden ist, darüber sagt die Mittheilung nichts. Dieses Blatt erscheint jährlich in 8 bis Iv Heftchen, zusammen 12—14 Sogen. Preis für den Jahrgang 10 Sgr. S« Commisfion: Carl Dülfer's Buchhandlung in Breslau. , Druck von C. H. Storch und Comp, in Breslau. .