Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 18 (1862)
- Issue
- 1-2 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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15 sionsblatt gelesen, der das eben Gesagte bestätigt und mit Bedauern sehen wir uns veranlaßt, auf diesen Artikel hier Bezug zu nehmen. In dem August-Hefte seines Mifsionsblattes Nr. 8, S. 126 u. sr. schreibt nämlich Pastor Harms also: „In der letzten Zeit bin ich in einer Menge von Briefen befragt worden um die Judenmisston. Ich habe nicht Zeit gehabt, darauf zu antworten; ich will es hier, da noch etwas Raum ist, in der Kürze thun. Nachdem die Juden den Herrn Jesum verworfen haben, find sie von ihm wieder verworfen worden und haben aufgehört, das auserwählte Volk Gottes zu sein. Das Blut des Herrn Jesu, welches ste selbst über sich und ihre Kinder hergerufen haben, ist über sie gekommen und wird über ihnen bleiben , bis sie den erkannt haben, in welchen ihre Väter gestochen haben. Sie sind verblendet, und Blindheit wird ihr Theil bleiben, bis die Fülle der Heiden wird eingegangen sein. Röm. 11. Nachdem also die Juden Jesum verworfen und das Reich Gottes verloren haben, sind die Heiden an der Juden Stelle getreten und in das Reich Gottes eingegangen und dieser Eingang der Heiden in das Reich Gottes wird fortdauern, bis die Fülle der Heiden, d. h. alle Heiden in dasselbe werden eingegangen sein, oder mit andern Worten, sich zum. Christenthum bekehrt haben. Ist das geschehen, sagt der Apostel, dann wird auch das ganze Israel selig werden, d. h. in die christliche Kirche eintreten, so daß ein jeder derselben durch den Gebrauch der in der christlichen Kirche befindlichen Gnadenmittel selig werden kann. Ist das geschehen, so kommt alsobald das Ende, denn dann hat die streitende Kirche auf dieser Erde ihren Zweck erreicht, Juden und Heiden unter Ein Haupt, unter Christum zu vereinigen, und allen die Mittel zur Seligkeit darzureichen und der unmittelbar darauf folgende jüngste Tag bringt das Gericht, in welchem sich ausweisen wird» welche zu den wahren Christen gehören und welche zu den falschen. Demnach ist an eine Bekehrung Israels gar nicht eher zu Lenken, als bis die Fülle der Heiden wird eingegangen sein. So hartnäckig und so verstockt ist das Judenvolk, daß ihr hartes Herz durch nichts anderes gebrochen werden kann, als daß sie sehen: alle Heiden sind unS vorausgekommen, wir allein sind zurückgeblieben. Erst dies furchtbare Ding: allein