Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 16 (1860)
- Issue
- 3-4 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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41 ausgeht, nicht überschwängliche Hoffnungen knüpfen, als stehe nun die Wiederkunft des Herrn alsbald und unmittelbar vor der Thür, wie die armen, von einem überspannten Proselyten verführten Ameniten aus Gladbach vermeinten, welche vom Gebirge Juda das Weltgericht über die Heidenvölker betrachten wollten, —aber wir werden darin eine auf das Ende deutende Rückkehr zu dem ursprünglichen Befehl erkennen: ihr werdet meine Zeugen fein zu Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis ans Ende der Erd«; wir werden darin eine wichtige Signatur dieser unsrer letzten Zeit finden und uns dankbar freuen, daß uns durch diese Stiftungen Jerusalem wieder näher gerückt und unsere Liebe zu dem himmlischen Zion in geistlicher Verklärung durch dieses Werk, das mit dem irdischen Zion, an das fich eben so große Erinnerungen der Geschichte des Reiches Gottes, als Hoffnungen seiner Zukunft knüpfen, in die rechte Beziehung gesetzt ist. Oder wer hörte nicht begierig von dem, was das Evangelium von der freien Gnade in dem heiligen Lande Eanaan für Siege feiert, für Kämpfe zu bestehen hat und für Hoffnungen erweckt? wer läse nicht gern die Nachrichten von dem frommen Bischof Gobat, von den lieben Diakonissen im deutschen Krankenhause, von Pastor Valentiner und seiner kleinen Gemeinde? wer preiset« nicht Gott, daß er wieder von Zion den hellen Glanz Gottes, ausgehen und die alte Verheißung, wenn auch in kleinen Anfängen, sich erfüllen läßt: Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Boten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen, die da sprechen zu Zion: dein Gvtt ist König! Ist auch Zeit und Stunde verborgen, die der Vater seiner Macht Vorbehalten hat; ja deutet Alles darauf hin, daß es auch hier denen, die gern wollten, daß Zion gebauet werde, gilt: Meine Stunde ist noch nicht gekommen; wollen auch Manche, diese geringen Tage einer guten Botschaft für Jerusalem verachten: Wir wollen sprechen: Ein kleiner Anfang ist gemacht, Die Erde ist noch sehr voll Nacht; Ach brich hervor zu dieser Zeit Du Sonne der Gerechtigkeit!