Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 15 (1859)
- Issue
- 8-9 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Form des Unglaubens, gegen den wir zu kämpfen haben. Der Unglaube nimmt in unfern Tagen eine mannigfache Gestalt an, eS ist aber in demselben nichts Neues, nichts, das uns Furcht für die Bibel etnsiößen könnte. Alle neuen Formen des Jrrthums sind nur Erscheinungen der alten Jrrthümer unter neuen Namen. — Nachdem der Redner dies durch einige Beispiele gezeigt, fährt er fort : Gott > hat viele Arten, wie er die Wahrheit seines Wortes darthun kann. Der eine Beweis ist der durch Weissagung und Wunder; ein anderer ist der innere; wieder ein anderer Beweis ist der des Gelehrten in seinen wissenschaftlichen Forschungen und in den Entdeckungen, die Reisende machen. Es giebt Beweis genug, der auch geeignet ist, um einen Jeden von der Wahrheit des Christenthums zu überzeugen. Aberdas sage ich, wenn wir einen Juden umherwandern sehen, einen Menschen von einem besonder« und unterschiedenen Volke, daS über die ganze Erde zerstreut, mit andern Nationen vermischt, aber doch nicht von ihnen verschlungen ist, wenn wir so einen Juden sehen, der bei und unter uns wohnt, aber doch nicht von uns ist: so haben wir in einem solchen den allerstärksten Beweis, daß die Bibel Gottes Wort ist, daß das Ehristenthum Wahrheit ist und daß, indem wir dies glauben, unsere Füße auf einem festen Grunde stehen. Der Gegenstand, der uns heute hier zusammenbringt, ist ferner darum wichtig, weil er uns das Gegengift anzeigt, gegen viele setzt herrschenden Jrrthümer. Die Juden in ihrer Zerstreuung und Wanderschaft sind ein Licht und Leuchtthurm für die christlichen Kirchen, um sie vor mancher verborgenen Felsklippe und Sandbank zu warnen. Wenn Menschen nichtige Ceremonien und leere Formen an die Stelle der Wahrheit, wie sie in Jesu ist, setzen wollen, oder pharisäische Selbstgerechtigkeit an die Stelle des reinen Evangeliums, so kann das nicht ohne ernste Warnung geschehen. Denn die um ihrer Sünde willen über die Erde zerstreuten Juden sind ein lebendiger Beweis, wie Gott alles Formenwesen und die Vertauschung seines heiligen Wortes mit allerhand Tradition haßt. Wenn man von dem Sauerteige der Pharisäer, oder von dem Sauerteige der Sadducäer genießen will, so kann das nicht geschehen ohne die deutlichen Warnungen Gottes vor uns zu haben; denn