Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 14 (1858)
- Issue
- 7-8 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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98 setzen: so muß man denn doch auch sagen und zugeben, daß Bielen die Sache des Reiches Gottes ein noch höherer und wichtigerer GegeWSM sein-mW, als ihr irdisch» und weltlicher Handel ünddaS zeitliche Geschäft. Wenn wir auch englische Sitten und Gebräuche nicht gerade auf deutschen Grund und Boden zu verpflanzen wünschen, so sagen wir doch, wollte Gott, es wäre unter unserm deutschen Volk Etwas mehr von diesem englischen Krämergeiste, der sich die Missionssache so eifrig angelegen sein läßt! — Wir wollen unser» Lesern abermals einige Mittheilungen machen über die Jahresfeier der Londoner Gesellschaft zur Beförderung des ChristenthumS unter den Juden, welche Feier am 7. Mai in dem oben genannten Saale, Exeter Hall, stattfand. Den Tag zuvor waren zwei Predigten in verschiedenen Kirchen über den Gegenstand gehalten worden, eine deS Vormittags über Jer. 31, 10 und die andere des Abends über Jes. 65, 8. — Aus dem Bericht, der bei der Jahresfeier verlesen wurde und sich über die verschiedenen Stationen der Gesellschaft verbreitete, wollen wir hier nur das Schlußwort desselben hervorheben. Es sei nur noch bemerkt, daß die genannte Gesellschaft in diesem Jahre das Jubeljahr ihres 50jährigen Bestehens feiert. — Dies Schlußwort lautet also: Indem wir nun in diesem unfern Jubeljahre den gegenwärtigen Standpunkt der Gesellschaft ins Auge fassen, müssen wir aus vollem Herzen in die Worte deS Propheten ausbrechen: Bis hieher hat uns der Herr geholfen. Die Comitee ist bei der heutigen Versammlung von dieser Wahrheit im tiefen Herzensgründe ernst und feierlich durchdrungen. Groß, sehr groß sind die Schwierigkeiten gewesen, die zu allen Zeiten und von allen Seiten sich erhoben haben, um sie in ihrem Vorhaben einzuschüchtern und die Freunde dieser Gesellschaft in ihrem Glauben und Vertrauen zu entmuthigen. Aber auch groß, sehr groß, ja über alles Denken und Erwarten ist die Ermunterung und der Segen gewesen, womit der treue Gott un6 zur Seite gestanden und das Werk gekrönet hat. Als eine Erläuterung dieser Bemerkungen dürfte es nicht unpassend sein, zum Schluß den gegenwärtigen Standpunkt der Gesellschaft darzulegen, zunächst in Beziehung auf das jüdische Volk und