Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 11 (1855)
- Issue
- 1-2 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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26 den Worten beschlossen: „du bist mir doch zu stark, und ich bin zu schwach!" hat sich nun gegen die Wand gekehrt, eine halbe Viertelstunde hebräisch gesungen, welches die Anwesenden nicht verstanden; und nach dem hebräischen Gesänge, auch singender Weise, diese Worte in deutscher Sprache hören lassen: „Ach Jesu! mein Jesu! ja Jesu! mein Jesu!" Das sind seine letzten Worte gewesen, worauf er 61/2 Uhr des Morgens verschieden." Callenberg schließt diese Nachricht mit den Worten: „ich hoffe an einem andern Orte ein mehreres von dem Lebenslaufe dieses lieben Mannes anführen zu können." Ein ähnliches Versprechen giebt er auch in der lateinischen Vorrede zum Lucas.') Leider hat Callenberg dies Versprechen nie erfüllt. Auch nach ihm hat es keiner. Nimm, 0 christlicher Leser diese Notizen, die ich nicht ohne große Mühe, nachdem der selige Frommann bereits über 110 Jahre bei seinem Heilande und am Throne Gottes stehet, zusammengetragen habe bei aller ihrer Mangelhaftigkeit mit Liebe an, und wenn du sie liest, so weine dem längst Entschlummerten eine Thräne der Liebe und Dankbarkeit nach. Giebt Gott, daß mir noch nachträglich Notizen über den Verewigten von Männern, an die ich mich gewendet, zugehen, so sollen sie Dir nicht vorenthalten werden."2) Berlin, im Januar 1852. vr. B.l. Nachtrag (den 16. Dezember 1854). Durch die Güte des bereits oben erwähnten Herrn Direktor Or. Eckstein und Herrn vr. L i p p m a n n wurde mir im Jahre 1852 der Zutritt zur Bibliothek des Waisenhaises in Halle und in die zahlreichen Dokumente dieses unvergleichlichen iustituti Judaici Einsicht gestattet. ]) „de auctore alio loco agam; ejusque vitam et scriptiones recensebo.“ a) Anmerkung der Redaktion: Sollte einer oder der andre gelehrte christliche Leser uns in den Stand setzen können, diese kurze biographische Skizze zu vervollständigen durch historische Nachweisungen, so werden wir sie mit der größten Dankbarkeit gern annrhmen,