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Dibre Emeth · 1854-01-01 · 9-10 (1854) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
10 (1854)
Issue
9-10 (1854)
Date
1854-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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130 Beachtung und Aufmerksamkeit Anspruch haben, sind der Ansicht, daß diezehn Stämme in der Gegenwart mit den zwei andern, gemischtsind', und daß sie, obwohl emeZeit kommen wird, wannsienach ihren bezüglichen Theilungen werden gesondert sein, doch unter der gegenwärtigen Haushaltung werden unerkannt bleiben. Im Gegensatz zu dieser Meinung sind zahlreiche Theorien bei verschiedenen Gelegenheiten in Betreff des Wohnorts der zehn Stämme aufgestellt worden und ohne Zweifel durch die Bezeichnung „die verlorener Stämme" veranlaßt worden. Wir werden uns nicht damit aufhalten, zu untersuchen, ob es eine Bürgschaft der heiligen Schrift für die Annahme dieser Bezeichnung giebt „die verlorenen Stämme." Es ist vielfach angenommen worden, -daß sie verloren sind, und christliche Reisende haben zu verschiedenen Zeiten behauptet, sie unter derr nordamerikanischen Indianern, Chinesen, den nestorianischen Christen oder den Gypsiern gefunden zu haben. Die merkwürdigste dieser Meinungen dürfte vielleicht die sein, welche in einer neueren Periode darauf ausging, die Afghanen als die zehn Stämme nachzuweisen. Dieselbe zieht die Aufmerksamkeit um so mehr auf sich, weil sie mit einer äußerst interessanten und wichtigen Missionsbewegung unter dem indischen Militär, verbunden ist. Im Sommer deS Jahres 1853 erschien ein Brief in den Spalten des „Erievd of India,“ welcher die Organisirung einer Mission in Peschawur vorschlug und darlegtc, daß ein wohlwollendes Jndividium bereit wäre, der Church-Missionary-Sotiety für die, Begründung einer solchen Mission 1000 Pfiind St. zü geben. Zugleich würde zu P«8o1rarvur im December desselben Jahres eine öffentliche Versammlung gehalten, bei welcher der Major Edwards den Vorsitz führte; ein Mann, der sich in der Geschichte des indischen Krieges ausgezeichnet hatte. In dem Laufe seiner Bemerkungen sagte der Vorsitzende, Gott habe höhere Zwecke im Auge, als die zeitlichen Triumphe der Civilisation. Alle seine-Pläne und Absichten müßten durch die Zeit in die Ewigkeit schauen; wir möchten versichert sein, daß der Osten unserm Lande zur Mission' gegeben sei — zum Besten von Menschenseelen. Diese Gefühle waren werth eines christlichen Soldaten,

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