Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 3-4 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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4L verflossen, seitdem es mir vergönnt war, Euch in dieser Weise anzureden, und Jerusalem und die Wächter auf ihren Mauern in Euer Gedächtnis! zurück zu rufen. Da ich während des größten TheileS des verflossenen Jahres von Jerusalem abwesend war, so war es bei meiner Rückkehr zu spät, noch etwas über den Gegenstand zu sagen, welcher bisher zu meinem jährlichen Schreiben Veranlassung gab; ich meine den Jahrestag der Gründung der protestantischen Kirche durch die Ankunft ihres ersten Bischofs zu Jerusalem, und der Einweihung der Christus-Kirche auf dem Berge Zion, in welcher das ewige Evangelium in Reinheit und in verschiedenen Sprachen gepredigt wird. Da die Thatsache zu meiner Kenntniß gelangte, und ich dadurch sehr erstellt wurde, daß sowohl in England, als auch auf dem Festlande Europas viele gläubige Christen fortfahren sich zu vereinigen, diesen Jahrestag mit Gebet und Danksagung für uns und in geistiger Gemeinschaft mit uns zu feiern, so bin ich dadurch ebenso ermuthigt, wie ich gedrungen werde von unfern vielfachen Bedürfnissen, welche durch die Zeichen der Zeit noch gesteigert werden, Euch, geliebte Brüder, wiederum einzuladen, Euch am 21. Januar 1854 mit uns im Gebete zu unserm Gotte zu vereinigen, daß er uns all unsere Sünden und Gebrechen vergeben, all unsere geistigen Krankheiten heilen, seinen heiligen Geist im reichen Maße über uns ausgießen, und das Werk, das unfern Händen anvertraut ist, segnen und gedeihen lassen wolle, damit Israel durch uns veranlaßt werde, „den Herrn, ihren Gott und ihren König David zu suchen" daß Jerusalem wiederum werde „ein Lob auf Erden", und daß die Herrlichkeit des Herrn in den Augen der Völker geoffenbaret werde. Auch will ich nicht verabsäumen, Euch zu bitten, bei dieser Gelegenheit und stets den Herrn mit uns zu loben und zu Preisen für seine liebende Güte, die er jedem Einzelnen von uns, wie der Gesammtheit erwiesen hat, für die Erfolge unserer schwachen Bemühungen, für den Schutz und den Frieden, welcher Güter wir uns bisher mitten unter der Anarchie erfreut haben, ja auch für die Züchtigungen, mit welchen er einige von uns heimgesucht hat, und vor Allem für die große Barmherzigkeit und Langmuth, womit Er uns, seine unwürdigen Knechte, getragen hat.