Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 1 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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10 Stimme: „laß sie, denn langst ist Israel und der Welt ein Heiland geboren worden." Der Prophet: „wo ist der Heiland?" Die prophetische Stimme: in Bethlehem Jehuda. (Micha 5.) Der Prophet Elias machte sich sodann , auf und reiste gen Bethlehem-Jehuda. Bei seiner Ankunft fand er ein Weib vor der Thür ihrer Hütte sitzend und einen bluttriefenden Knaben haltend. Der Prophet: Meine Tochter! ward dir ein Knäblein geboren? Die Frau: ja. Der Prophet: weshalb ist er so voller Blut? Die Frau: Das ist sein böses Omen, denn um die Zeit seiner Geburt ward der Tempel zerstört. Der Prophet: Auf meine Tochter, nimm das Knäblein, denn längst ist Israel durch ihn ein großes Heil widerfahren*?). Dieses vernehmend, machte sich die Frau auf und nahm das Kind zu sich. Der Prophet verließ.sie und ging fürbaß. Nach einer fünfjährigen Abwesenheit machte sich der Prophet abermals auf, um den Erlöser Israels (Sxhp* Sw jy’wio) aufzusuchen und zu sehen, ob er in königlicher Würde oder in dem Bilde dienender Engel (mwn nionn) empor wächst. Er fand die oben erwähnte Frau wieder vor der Thüre sitzend und fragte sie nach dem Befinden des Knäbleins. Die Frau: Rabbi! ich habe Dir bereits vor fünf Jahren gesagt, daß dies Knäblein vom Miß geschi-ck CnTU!N) begleitet wird, um die Zeit seiner Geburt ward der Tempel zerstört — und jetzt versagen ihm seine Füße, Augen, Ohren und Mund ihren Dienst und regungslos liegt es da. — Während sie solches dem Propheten erzählte, da wehte plötzlich ein Wind aus allen vier Weltgegenden über das Knäblein und entführte es und stürzte es in das große Meer. Hierüber ward vf) Im Original: vt* Sy nSvu njwn Ssiw*S cnS unn nanw