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Dibre Emeth · 1852-01-01 · 7-8 (1852) · page 2

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Journal
Dibre Emeth
Volume
8 (1852)
Issue
7-8 (1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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98 Wir geben dies zu; Mein Wir sehen uns zugleich veranlaßt, zu fragen: Wie kommt es denn, daß dieser Mangel an Liebe uns nicht beunruhigt? Wir meinen, es müßte uns, so oft wir einen JsxMte» Wen, das eigene Gewissen die Frage vorlegen: Mas thust du denn für die Rettung dieses Volks von seiner geistlichen Blindheit? Wir haben diese Frage oft schon vernommen, wie haben wir sie beantwortet? Entweder, die Juden, welche unter uns leben, können, wenn sie wollen, Christum erkennen; oder auch: die Zeit ist noch nicht da, wo sie zum Herrn bekehrt werden sollen. Die Juden-, welche unter uns leben, können, wenn sie wollen, zu der Erkenntniß Christi geführt werden. Wir haben ja aber nicht gefragt, warum findet die Missionsarbeit an den Juden, welche unter uns leben, sondern warum findet die Judenmission überhaupt so geringe Theilnahme unter uns? Jene Antwort: die Juden, welche unter uns leben, können, wenn sie wollen, Christum erkennen, paßt somit nicht auf unsere Frage. Wir wollen uns jedoch bei dieser Antwort beruhigen, die Ansicht aber, die sie enthält, beleuchten und zu widerlegen versuchen. Die Juden, die unter uns leben, können, wenn sie wollen, Christum erkennen. Sie können dies, unserer Meinung nach, weil wir Christen sind. Nun würden sie allerdings Gelegenheit genug haben, die Wahrheit von Christo zu erkennen, wenn wir in Wirklichkeit wären, was wir dem Namen nach sind, wenn wir durch Wort und Wandel bezeugten, daß wir in Jesu leben und volle Genüge haben. Ist denn aber dieses der Fall? Was können die Juden in dieser Beziehung von den Christen lernen und was haben sie gelernt? Gewiß nicht die Wahrheit, durch die wir selig werden sollen. Wie viele Christen giebt es denn, die mit Entschiedenheit bekennen, daß Jesus der Grund ihres Heils und die Ursache ihrer Seligkeit ist? Der große Haufe geht in Gedankenlosigkeit hm, trachtend nach dem, was den Neigungen und Lüsten des unerneuerten Herzens Befriedigung verspricht. Viele sind ungläubig und haben des keinen Hehl. Wie häufig kommt es vor, daß, wenn Christen mit Juden auf Religion zu sprechen

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