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Dibre Emeth · 1852-01-01 · 2-3 (1852) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
8 (1852)
Issue
2-3 (1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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daS: Kreuzige! über das Lamm Gottes rief, welches derWelt Sünde tmg,als es sich selbst den grausen Fluch erwählte: Sein Blut komme über uns und unsere Kinder! — da geschah an ihnen, was der Psalmist sagt: Er wollte den Fluch haben, der wird ihm auch kommen! er wollte des Segens nicht, so wird er auch fern von ihm bleiben! Jerusalems Zerstörung durch die Römer, da kein Stein auf dem andern blieb, ist der Anfang des Gerichtes am Hause Gottes. Seitdem ist Israel ein Scheusal und ein Sprichwort und S)rott unter allen Völkern, da der Herr sie hingetrieben hat, so daß seit 1800 Jahren sich an ihnen das Wort erfüllt: in Meinem Zorn habe Ich sie geschlagen. DaS seligmachende Evangelium, das Israel erleuchten sollte, wird den Heiden gepredigt nach dem Ausspruche des Apostels Paulus: Euch mußte zuerstdas Wort Gottes gesagt werden; nun ihr es aber von euch stoßet und achtet euch selbst nicht werth des ewigen Lebens, siehe, so wenden wir uns zu den Heiden, (Apostelgesch. 13, 46); denn also hat uns der Herr geboten: Ich habe dich den Heiden zum Lichte gesetzt, daß du das Heil seiest bis an das Ende der Erde. So ist nun das Licht in die Finsterniß der Heidettwelt gedrungen. Das Heil ist von ^den Juden gekommen und die Enden der Erde wandeln in dem Lichte, das über Jerusalem aufgegangen; aber in Jerusalem ist es dunkel geworden. Blindheit ist dem größten Theile Israels wiederfahren, die Decke Mosis hängt vor ihren Augen und Herzen, daß sie die Klarheit Christi nicht zu schauen vermögen. Gott hat ihnen gegebeU einen erbitterten Geist, Augen, daß sie nicht sehen, Ohren, daß sie nicht hören bis aufden heutigen Tag. Also hat sie der Herr geschlagen in ©einem' Zorn. In die Kindschast aber Und in das Erbe sind eingetreten; die Israel für Fremde achtet; die einst Heiden waren, fern von den Testamenten der Verheißung und nun nahe herzugebracht und aus Gnaden zu Kindern angenommen sind durch den Glauben an Christum Jesum. Diese Fremden, die durch die Besprengung des Blutes Christi geheiligten und zum geistlichen Samen Abrahams gewordenen Heidenvölker: sie sind es, durch welche der Herr die geistlichen Mauern Jerusalems baut und

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