Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 2-3 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2554541-2554635-2554638--01592-2557436- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
deinem Lichte und Könige zum Glanze, der über dir auf-> geht — so beginnt die gewaltige Weissagung des Propheten Jesaia über Jerusalem, welcher unser Terteswort entnommen ist. Ist diese Verheißung gleich schon-einmal erfüllt worden durch die Erscheinung der heilsamen Gnade Gottes in der Menschwerdung Jesu Christi, des hochgelobten Gottes Sohnes, so wird sie doch noch einmal sich erfüllen am Ende der Tage. Alle Weissagung enthält den Liebesrath Gottes Mt seinem Bundesvolke, der sich fort und fort in wunderbarer Weise vollzieht, bis einst, was aus Golgatha vollbracht ist in dem Einen Opfer der ewigen Erlösung/ dann auch an der ganzen Welt, für die es dargebracht ist, vollbracht und selbst dem Ueberrest von Israel, das jetzt noch gegen seinen Gott und Heiland verblendet eifert, zum Segen werden wird. Heute steht Jerusalem unter seinem Banne und Fluche vor unserer Seele, an dem das Wort zur Wahrheit geworden: es wird zertreten werden von den Heiden, bis daß der Heiden Zeit erfüllet wird. (Luc. 21,24); aber mitten in der zertretenen Stadt, in welcher sich die Heiden, Juden und Christen aus allen Völkern noch immer versammeln, leuchtet uns die Christuskirche auf dem Berge Zion entgegen und in ihr beten -heute an im heiligen Schmucke, im Geiste und in der Wahrheit, im Namen Jesn Christi, der das Licht der Welt zum Preise seines Volkes Israel geworden, Brüder und Schwestern unseres evangelischewGlaubens und unseres deutschen Volkes und danken dem Messias Immanuel, der des Gesetzes Ende und der Mittler des Reuen Bundes ist, für seine Gnade und Treue. Es strömt wieder die Quelle des lebendigen Wassers von Jerusalems Bergen in dem Zeugnisse des ewigen Evangelii und in den Werken der Barmherzigkeit, in denen sich der Glaube an den, der sein Leben gab für seine Feinde, thätig und ftuchtbar erweiset. Und wir sollten diesem Wunder der göttlichen Erbarmuyg nicht weiter Nachdenken? Nicht fragen: Was geschieht in Jerusalem? nicht uns freuen, daß aufs neue der Herr zu Zion Feuer und zu Jerusalem einen Heerd hat? nicht jubelnd begrüßen das Licht, welches wieder nach Jerusalem kommt und die Herrlichkeit des Herrn, welche über Zion aufgeht? Nein, wir wollen heute forschen wie des Herrn Wort in unseren Tagen seiner endlichen letzten Verherrlichung