Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 6-7 (1851)
- Date
- 1851-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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84 Seit dem Bestehen der Gesellschaft sind überhaupt 100,600 Exemplare des Alten und 5V,VVV des Neuen Testaments allein in hebräischer Sprache unter den Juden verbreitet worden. Außerdem ist das Neue Testament in deutscher Sprache mit talmudischen Buchstaben und in jüdisch-deutscher und jüdisch-polnischer Sprache noch in viel tausend Exemplaren ausgetheilt worden. Gewiß eine schöne Zahl! Wären die Erfolge der Gesellschaft bisher auch keine andem gewesen, als eine solche Verbreitung der heiligen Schrift, namentlich des Neuen Testaments, so würden wir uns doch schon zum innigsten Danke gegen den Herrn gedrungen fühlen müssen, und uns der seligen Hoffnung hingeben dürfen, daß dieser ausgestreute Same des göttlichen Worts zu seiner Zeit auch aufgehen und reichliche Früchte tragen werde. Denn der verheißen hat, daß sein Wort nicht wieder leer zu ihm zurückkommen soll, sondern thun, das ihm gefällt und ausrichten, wozu er es sendet, ist treu und wahrhaftig und -lüget nicht; er wird und muß daher auch seine Verheißung erfüllen und das unter Israel verbreitete Wort lebendig und fruchtbar machen. Aber das ist auch nicht der einzige Erfolg; wir wissen vielmehr, daß durch die Wirksamkeit der Gesellschaft schon viel hundert Israeliten zum Glauben an den Herrn Jesum, als den wahrhaftigen Messias und alleinigen Heiland der Welt gekommen sind, von denen selbst wieder viele als treue Knechte und Haushalter Gottes unter verschiedenen Völkern das Evangelium von dem gekreuzigten Christo verkündigen, und so Segen verbreiten. Ein zweiter, nicht geringer, sondern sehr bedeutender, bis jetzt gar nicht zu berechnender Erfolg ist der, daß durch die Verbreitung der heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments und anderer religiösen Schriften und Tractate in so bedeutender Zahl, durch Gespräche und Disputationen der Missionare mit Tausenden von Juden, und durch die Predigt des Evangeliums von der Kanzel herab, wie in Privathäusern bei einem sehr großen Theile des Volks das Ansehen des Talmuds untergraben, oder selbst gänzlich beseitigt, die Erkenntniß Gottes geläutert und vermehrt, der Haß gegen Jesum und sein Evangelium, oder den christlichen Glauben nicht bloß verringert, sondern gänzlich aus dem Herzen entfemt, ja selbst in die größte Hochachtung vor beiden verwandelt, und so