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Dibre Emeth · 1851-01-01 · 5 (1851) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
7 (1851)
Issue
5 (1851)
Date
1851-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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69 viel Propheten und Könige sehnten sich, diesen Heiland zu sehen, und seufzeten: „ach, daß die Hülfe aus Zion käme, und der Herr Sein gefangen Volk erlösete; ach, daß Du den Himmel zerrissest und führest hernieder!" Und „was der alten Väter Schaar höchster Wunsch und Sehnung war, und was sie geprophezeit, ward erfüllt in Herrlichkeit." Der verheißene Same Abrahams, der Held aus Juda, der Sohn Davids nach dem Fleisch, das Kind der Jungfrau kam in Sein Eigenthum. Alle Weissagung der Propheten ging an Ihm und durch Ihn in Erfüllung. Er wohnte unter Seinem Volke und offenbarte Seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit, als des eingeborenen Sohnes vom Vater voller Gnade und Wahrheit. O, wie hatte Er Sein Volk so lieb. Wie ging Er umher und that wohl, und machte gesund alle, die vom Teufel überwältigt waren. Wie predigte Er gewaltig als der Prophet mächtig von Worten und Thaten. Wie lud Er die Elenden zu Sich ein; wie rief, wie bat Er: „kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken." Wie jammerte Ihn des Volkes, wenn Er es nur ansah; wie weinte Er, wenn sie Seiner Stimme nicht folgen wollten; wie wollte Er so gern ihre Kinder um Sich sammeln, wie eine Henne ihre. Küchlein sammelt! Ach, wenn je ein Volk einen König gehabt hat, der ganz seinem Volke angehörte, der mit Leib und Leben seinem Volke diente, der nichts für sich, der Alles für sein Volk hatte, so war es Israel, in den Tagen des Menschensohnes. Wenn je ein Volk eine goldene Zeit gehabt hat, eine Zeit göttlicher Gnadenheimsuchung, so war es Israel in den Tagen des Menschensohnes. Man sollte meinen, ein Volk, das auf seinen Heiland so vorbereitet war, das von seinem Heilande so geliebt wurde, hätte Ihm zu Füßen fallen, Ihn mit Freuden aufnehmen und Ihm mit aufrichtigem Herzen das Hosianna entgegenrufen müssen. „ Und durch alle diese Zeugnisse der Propheten, durch alle diese lieblichen Zeugnisse des Herrn, durch alle Seine Liebesthaten hindurch klingt wie ein furchtbarer Mißton das Wort: „Er kam in Sein Eigenthum, aber die Seinen nahmen Ihn nicht auf." Sie verwarfen den, auf den ihre Väter gehofft, den ihre Propheten ver-

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