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Dibre Emeth · 1851-01-01 · 1-2 (1851) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
7 (1851)
Issue
1-2 (1851)
Date
1851-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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7 sie in meinen Sitten wandeln, und meine Rechte halten, und darnach thun. Und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein." Aehnliches lesen wir in dem Propheten Jeremias. Dort heißt es (Kap. 3t, 31—33):' „Siehe es kommt die Zeit, spricht der Herr, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund nlachen. Nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern machte, da ich sie bei der Hand nahm, daß ich sie aus Egyptenland führete; welchen Bund sie nicht gehalten haben, und ' ich sie zwingen mußte, spricht der Herr. Sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel machen will nach dieser Zeit, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben, und in ihren Sinn schreiben; und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein." Und im Sacharja (Kap. 8,13—15) lesen wir die bedeutsamen Worte: „Es soll geschehen, wie ihr vom Hause Juda und vom Hause Israel seid ein Fluch gewesen unter den Heiden, so will ich euch erlösen> daß ihr sollt ein Segen sein. So spricht der Herr Zebaoth: Gleichwie ich gedachte euch zu plagen, da mich eure Väter erzümeten, spricht der Herr Zebaoth, und reuete mich nicht; also gedenke ich nun wiederum in diesen Tagen wohl zu thun Jerusalem und dem Hause Juda." Diese wenigen Verheissungen für die Bekehrung Israels mögen für jetzt genügen. Wer derselben noch mehr lesen will, der nehme nur die Bibel zur Hand, denn sie ist voll davon. Wir wissen nun freilich, daß diese Verheißungen, wie so viele andere, gem auf das geistliche Israel, das ist auf die christliche Kirche, bezogen werden; allein eine solche Auslegung müssen wir auf das Entschiedenste als irrthümlich zurückweisen. Dasselbe Israel, das unter alle Völker der Erde zerstreut, das von dem Fluche getroffen werden soll, das soll auch wieder gesammelt und gesegnet, wieder von Gott zu Gnaden und zu seinem Volke angenommen werden. Das aber kann nur das leibliche Israel sein. Wer das nicht zugeben will, der ist genöthigt, die Drohungen des Fluchs und der Strafe auf das leibliche Israel, die Verheissungen des Segens aber auf das geistliche Israel, oder auf die Kirche Christi, zu beziehen. DaS aber heißt doch dem Worte Gottes die größte Gewalt anthun,

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