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Dibre Emeth · 1850-02-01 · 2 (2.1850) · page 9

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Journal
Dibre Emeth
Volume
6 (1850)
Issue
2 (2.1850)
Date
1850-02-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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25 unter der Leitung eines kräftigeren Lehrers eröffnet; aber der griechische Patriarch hat es übernommen, alle Kosten zu tragen, mit dem Versprechen, den von mir bestimmten Lehrer zu halten und keine andern^ Bücher einzuführen als die, welche ich eingeführt habe, Unter der Bedingung, daß die Eingebornen sie nicht eine Englische Schule nennen. Dies betrachtete ich als de« ersten Schritt des Patriarchen, sich mir zu nähern, und freute mich, daß meine ersten Bemühungen ihn veranlaßt hatten, eine Normal- Schule l in Jerusalem unter der Leitung eines, wie ich glaube, sehr fähigen Lehrers zu eröffnen, als ich erfuhr, daß er während dieses Monats noch Jerusalem verlassen werde. Mit dem Armenischen Patriarchen Und dem Syrischen Bischöfe stehe ich fortwährend! auf freundlichem Fuße. Bon den drei Bibel-Vorlesern, die fortwährend unter meiner Leitung standen, ist einer, der nicht ohne Erfolg unter den Juden arbeitete, genöthigt worden, seiner Gesundheit wegen das Land zu verlassen. Auf der andern Seite aber habe ich seit Kurzem einen frommen Jüngling als Schrift-Vorleser unter den Drusen bestimmt, wo er bereits wegen ihrer Hinterlist größere Schwierigkeiten findet, als er und Andere erwartet hatten. Ueber die Christen der verschiedenen Kirchen in Palästina und Syrien will ich gegenwärtig nur wenig sagen. Ich erwähne nur die Thatsache, daß beinahe von Aleppo bis Jerusalem eine allgemeine Bewegung unter ihnen stattfindet, die, obschon sie keincsweges ausschließlich religiös ist, doch aus der fast allgemeinen Ueberzeugung entspringt, daß sie bisher in Unwissenheit und Zrrthum gelebt haben, daß man keine Sorge und Theilnahme für ihre Seelen getragen hat, und daß sie sich folglich nach irgend einer andern Kirche oder Religionsform umsehen Müssen. Sie fühlen einen Mangel, von dessen Natur sie kaum eine Ahnung haben; und da neulich zwei Erlasse von der Pforte ausgegangen und veröffentlicht worden sind, in deren einem der Sultan die hohe Geistlichkeit der Griechischen Kirche streng tadelt, daß sie sich täglich der gröbsten Verbrechen schuldig macht, und iä dem andern allen seinen christlichen Unterthanen, die zu irgend einer P20-

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