Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 1 (1.1850)
- Date
- 1850-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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2 wie ein Adler. Za, gelobt sei Zesus Christus von Ewigkeit zu Ewigkeit! Gelobt sei er, daß er aus des Vaters Schooße auf die Erde hernieder gekommen und ein armes Menschenkind geworden ist, wie wir sind, nur die Sünde ausgenommen; gelobt sei er, daß er unsre Sünden auf sich genommen, das Werk der Erlösung vollbracht, das Menschengeschlecht mit Gott versöhnet und ewiges Leben und Seligkeit, ja die Herrlichkeit bei dem Vater uns erworben und bereitet hat. Wir haben jedoch noch einen ganz besonderen Grund, warum wir diesen Jahrgang mit einem solchen Lobe beginnen und von ganzem Herzen wünschen, daß auch unsere Leser alle in dasselbe mit einstimwen möchten. Der kleine Verein zur christlichen Fürsorge für jüdische Proselyten, der seit mehreren Zähren hier besteht und für dessen Zwecke dies Blatt erscheint, war in große Noch gekommen. Die Beiträge waren so spärlich eingegangen, daß zu Anfänge Augusts vorigen Zahres die Schulden bis zu der Summe von 98 Rchlr. 20 Sgr. und 8 Pf. herangewachsen waren, und, wenn der Herr nicht von irgend einer Seite her Hülfe sendete, die Aussicht vorhanden war, daß sie bis zum Zahresschluffe die Höhe von 130 bis 150 Rchlr. erreicht haben würden. Da nun aber der Herr nicht hilft, wenn die Seinen die Hände in den Schooß legen oder schlafen, sondern nur dann, wenn sie beten und in seinem Namen wirken und arbeiten, so erließ der Herausgeber dieses Blattes, im Namen des Comitss, in Nummero 9. des vorigen Zahrganges, einen Nochruf an die Kinder Gottes. Und siehe da, dieser Nochruf ist über alles Erwarten, Bitten und Verstehen vom Herrn gesegnet worden. Bon allen Seiten sind uns Beiträge zur Deckung unsrer Schulden und zur Fortsetzung unsres Werkes zugegangen, und zwar so reichlich, daß wir jetzt einen bedeutenden Ueberschuß in der Kasse haben, was noch niemals der Fall gewesen ist. Bei solchem Zufluß des Segens war es natürlich, daß unser Herz oft im Innersten ergriffen nicht anders als ausrufen konnte: Gelobt sei der Herr! ja lobe den Herrn meine Seele, denn er allein ist es, der so viele Herzen willig gemacht hat, «ns in unsrer Noch zu helfen und beizu-