Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 5 (5.1849)
- Date
- 1849-05-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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77 erweisen, daß sie sich desselben recht bedienen, zur Verherrlichung deines heiligen Namens, durch Zesum Christum, unfern Herrn. Amen. Wegen des ungewöhnlich strengen und unangenehmen Wetters in den vorhergehenden Wochen, waren die Freunde in Bayrut und an andern Oenern verhindert worden, an dieser Feierlichkeit Theil zu nehmen, wie fie beabsichtigt hatten. Auch waren gerade nur drei reisende Engländer in Jerusalem, die noch dazu ihren Aufenthalt daselbst verlängert hatten, um der Feierlichkeit beizuwohnen. Dessenungeachtet war die Kirche ganz gefüllt, indem viele Einwohner der heiligen Stadt, Männer und Frauen, Juden und Jüdinnen und Pilgrime aus andern Ländem und von andern Confessionen bei dieser Gelegenheit die Kirche besuchtem Bon den nicht protestantischen Geistlichen waren zugegen der Syrische Bischof mit einigen Priestern und Diakonen, einige Armenische Priester und selbst auch einige Griechisch-Katholische Priester. Der Armenische Patriarch war durch Unwohlsein verhindert worden an der Feierlichkeit Theil zu nehmen. Aber obschon die Zuhörerschaft aus so verschiedenen Völkern und Glaw bensbekenntniffen bestand und dadurch leicht Unordnung und Verwirrung hätte entstehen können, wie dies bei solchen Gelegenheiten im Morgenlande gar nichts Ungewöhnliches ist, so verlief doch die ganze Feier in der größten Ordnung, was nach dem Berichterstatter vorzüglich dem tief feierlichen Geiste zuzuschreiben ist, der unter den Gliedern der Missionsgemeinde waltete. Am Nachmittage wurden beim Deutschen Gottesdienst auch sogleich zwei Israeliten in der neu eingeweihten Kirche getauft, von denen aber der Eine drei Tage darauf nach dem wunderbarm Rathschlusse Gottes in die Ewigkeit abgerufen wurde. So ist denn nun endlich nach mancherlei großen und fast pnübersteiglichen Hindernissen das Werk herrlich vollendet worden, und jeder Freund des Reiches Gottes, besonders die Freunde Israels werden ihre Gebete zu dem Herrn der Kirche empor schicken, daß er dasselbe mit reichem Segen krönen wolle, daß in diesem seinem Hause allezeit das Evangelium rein und lauter verkündigt