Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 10 (10.1848)
- Date
- 1848-10-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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durch dieselbe zunehmen > und schmecke« möchten, daß der HsB freundlich ist." 1 Petr. 2, 2. 3. Doch stehe! das Volk verachtete auch jetzt noch diesen Gnadenrath, und ging immer von neuem hin und machte fich „ausgehauene Brunnen, die doch löchricht find und kein Wasser geben," Zer. 2, 13.; auch bis auf den heutigen Tag noch kein Wasser geben denen, die immer noch hauen am kalten Gestein, und nichts wissen wollen von dem „mitwandelnden Fels," 1 Kor. 10, 4., der mit ihren Bäten» durch die Wüste zog, und aus der Wolkensäule dem Moses gebot, den Fels anzureden, daß er Wasser gebe den Durstigen. Nun kämm größere Strafgerichte Gottes über Israel. Es ward ihm. die gesunde Milch seltener angeboten, und immer seltener, da in der Christenheit selbst die Brüste mit gesunder Milch immer mehr zu versiegen anfingen. Aber Er ist ein Friedensgott, und der einmal gemachte Bund Seines Friedens soll nicht hinfallen. Ies. 64, 10. Als es auch unter den Christen Nacht zu werden drohte, ließ Gott auch selbst für Israel noch einzelne Sterne schimmern; und als die Christen selbst begannen, die Milch des Evangeliums mit Wasser, häufig noch dazu abgestandenem, zu versetzen, erweckte der barmherzige Herr dennoch Einzelne, welche Seine obige Weissagung in Beziehung auf Israel erfüllen mußten. Und höchst interessant ist es, diese Spuren vor und selbst im Mittelalter zu verfolgen. Wir wollen hier nur ein Beispiel aus gar früher Zeit ««führen. Es ist das des Bischofs Sulpicius von Biturigum in Frankreich, welcher am 16. Februar 644 starb. Man findet die Nachricht darüber in: Acte Sanctorum ordinis S. Benedicti. Saeculum II. p. 171. Sulpicius war von vornehmen Eltern geboren, verachtete aber die eitlen Güter und Freuden der Welt, und bereitete fich durch ernste Studien zum treuen Dienste Christi vor. Erstand bei dem Könige Chlothar, den er durch sein Gebet von einer gefährlichen Krankheit geheilt hatte, in hohem Ansehen, und ward Bischof in erwähnter Stadt. Aber, er wollte unter Gottes Gnade auch vorzüglich die geistlich Kranken heilen, nachdem er selbst im