Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 11 (November 1846)
- Date
- 1846-11-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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199 sie sich vergeblich blühten, jnAspahan selbsteine Wohnung in derNähe desZudenviertelszu bekommen, shbliebensieiq Zulfa, (wahrscheinlich eine Borstadt), wo; ihnen, der englische Agent ein Unterkommen verschafft hatte, und begannen sofort ihre Wirksamkeit unter Israel. Herr Stern sch uß berichtet darüber Folgendes; - 19. Nachmittags besuchte uns einer der jüdischen MoMs, fRabbiner) mit welchem wir uns lange über den Zustand dev Zu» den in Zspahan unterhielten. Bon ihm erfuhren wir, daß die Juden auch hier, wie fast in allen andern Theilen Persienssehr arm und unglücklich find. Dem Molla predigten wir Erlösung.durch das Blut Christi, des Heilandes der ganzen Welt, und bezeugten ihm, daß wahre Seligkeit sowohl in diesem, als in jenem Leben allein durch den Glauben an ihn zu erlangen sei. Er hörte mit der größten Aufmerksamkeit zu und richtete nur barm und wann einige Fragen an uns, die, frei von aller Spitzfindigkeit, yön einem ernsten Verlangen nach Erkenntniß der Wahrheit in ihm zeugten. Am folgenden Tage, den 20., wurden sie wieder von einem Molla und verschiedenen andern Zuden besucht, denen sie das Evangelium predigten..^ Am 21. besuchten sie die Synagoge, wo sich sogleich eine Anzahl Molla's und andere Zuden versammelte«. Wir wolle« Herrn Sternschuß selbst erzählen lassen; er sagt; Kaum waren wir in die Synagoge getreten, als sich auch die Molla's daselbst versammelten. Die Aufnahme, die wir bei ihnen fanden, war höchst ermuchigend; etwas Aehnliches hatten wir bisher i« unserm Missionsberufe noch nicht erfahren. Die Molla's führten uns zu dem Schreine, in welchem verschiedene Geseßesrollen lagen, und wiesen uns in dessen Nähe Sitze an und stellten sich dann in einen Kreis um uns. Die Synagoge füllte sich bald mit Zuden jeden Ranges, unter welchen auch viele Moslem waren. Zunächst machten wir sie mit dem Zwecke bekannt, zu welchem wir hergekommen seien, und hielten dann eine freundlicheAnsprache an sie, in der wir von der Liebe Gottes redeten, geoffenbaret in der Sendung seines Sohnes in die Welt, und ihnen zeigten, daß wir uns nicht selbst versöhnen, sondern allein durch das kostbare Blut des Lammes Gottes Vergebung der Sünden erlangen können. Zum Schluß lasen wir ihnen noch das dritte Kapitel aus dem Briefe an die Galater vor. 24. —Vier Molla's, begleitet von vielen andem Zudm, besuchten uns in Zulfa, mit denen wir geraume Zeit hindurch ein freundliches und nützliches Gespräch hatten. Sie fragten uns, ob wir den Zuden in Babel, das ist in Bagdad, das Evangelium gepredigt hätten. Darauf erwiederten wir, ja; aber ihr solltet euch nicht von den Zuden in Babel leiten lassen, denn ihre Gerechtig-