Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 4 (April 1846)
- Date
- 1846-04-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2554541-2554556-2554561--00306-2556085- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Wahrheitcrkennen und den finden, welcher uns gemacht ist zur Weis? heit, Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung. . ' . Blatter firr Israels Gegenwart md Zukunft. Der Kaiser von Rußland soll ein Gesetz erlassen haben, nach welchem die Beschneider für die Vollziehung dieser Handlung auf zwei Jahre verantwortlich gemacht werden und zwar so, daß, im Fall ein Kind innerhalb dieser Zeit an irgend einer Krankheit stirbt, der Beschnei- Ler dann nach Sibirien wandern muß. Das wäre in der That ein pharaonisches Gesetz, indem es nur die Vernichtung des Judenthums dezwecken kann. Denn da bekanntlich gerade in den ersten zwei Jahren die meisten Kinder sterben, so wird wohl so ziemlich alle Beschneider die Verbannung nach jenem unbewirthbarem Lande treffen, und den Juden wird nichts Anderes übrig bleiben, als allesammt dahin zu folgen oder ihre Kinder unbeschnitten zu lassen. Die Frankfurter Reformer würden unbedingt das letztere vorziehen. Ein anderes Gesetz des Kaisers bestinunt, daß von jedem Ochsen, der „koscher" geschlachtet wird, 20 Silberrubel bezahlt werden müssen, alles „trephah" Geschlachtete aber sofort vergraben werden soll, da, was den Juden schädlich und verboten sei, auch den Christen nicht dienlich und erlaubt sein könne. Durch dieses Gesetz ist es allen Juden, die nicht schon ein ziemlich bedeutendcs Vermögen besitzen, ganz unmöglich gemacht, jemals Fleisch zu essen. Dies Blatt erscheint monatlich in einem Bogen und kostet der Jahrgang 15 Sgr. Bestellungen nehmen, außer dem Herausgeber selbst, alle Buchhandlungen an. Gedruckt und 4n Commission bet Trowitzfch und Sohn in Frankfurt a. d. O.