Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1845)
- Date
- 1845-12-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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2S8 dingdboM Prediger heranzubilden. Bei Mchen günstigm Umständen dürfen wir uns wohl der Hoffnung hingeben, daß,,so anders der Herr seinen Segen dazu giebt,— und das wird er ja, da er ja keinen Gefallen hat an Dem Tode des Sünders, — das Christenthum sich rasch unter den Chinesen verbreiten und als das wahre Reich. Gottes das vermeintliche himmlische Reich besiegen und stürzen wird. Der Herausgeber dieses Blattes hat vor einigen Tagen einen Brief von dem berühmten Gützlaff erhalten, dadirt Honkong, den 29. August 1845, in welchem die eben ausgesprochenen Ansichten sich bestätigt finden. Wir Heilen unfern Lesern diesen Brief im Auszuge mit. Gützlaff sagt: „Als ich Berlin verließ, hatte ich nicht den geringsten Gedanken, ein solches abenteuerliches Leben zu führen, dessen Verwirklichung mir oft als ein Räthsel erscheint.— Allein der Wille des allmächtigen Heilandes war die Betretung einer außerordentlichen Bahn, wo seine Hülfe und Gnade immer mächtig den Erdenwurm unterstützt. Bon den Angelegenheiten der Mission in den Hafenstädten Chinas wirst Du wohl schon genug gelesen haben. Es befinden sich dort einige sehr tüchtige Leute, voll von Eifer und Geisteskraft; die größten Bestrebungen zur Verbreitung des Evangeliums werden jedoch von den Eingebomen gemacht. Sie sind die unermüdlichen Prediger, die Reisenden, die Unerschrockenen, fteilich nicht ohne große Vkängel und oft große Unannehmlichkeiten; allein sie zeigen dagegen Eigenschaften, wie sie Ausländer nie haben können, Zn ihrer Mitte bin ich dann am glücklichsten und herzlicherfreut, mich mit ihnen zu unterhalten. Einige derselben sind sehr geistlich gesinnt, sprechen von Herzenserfahrungen, beten mit Ernst und Eifer und predigen, wie der Geist Gottes uns nur lehren kann. Es freut mich herzlich, daß das Alte Testament nun beinahe übersetzt ist, wozu die eingebornrn Christm sehr bedentmde Hülfe geleistet habm. Wir sind auch überdies noch in vielerlei Arbeit begriffen, die ich aber nichtaufzählen will; sondern sage nur noch