Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1845)
- Date
- 1845-12-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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ML her als unverlöDch verehrte"): „Er Martti .Sie Lehre des ZudenthuMs für eine wahrhafte Offenbarung des göttlichen Willens sS. 51. verachtete er sie!! Hat denn Hr. St. gar kein GedächtiH?) die aber gegeben worden sei, nicht, damit derselbe erfüllt werde, denn das ließ ja die Sündhaftigkeit der Menschennatur nicht 311*), sondern damit eben die Sündhaftigkeit dütch die Vkchtcrfüllnng des göttlichen Gesetzes zum Bewußtsein komme, und das Menschenherz für die Erlösung durch Christus empfänglich mache. Die Heiden und die Juden waren nach Paulus bis zu Christi Zeit beide der Sünde verfallen; aber nur diese hatten das Bewußtsein ihrer Schuld, und trugen den Schmerz über dieselbe in ihrem Herzen." Nach dieser Aufstellung der Lehre des Paulus, d. h. des Christenthums, als dessen eigentlichen Gründer Hr. St. Paulus nennt, perorirt er folgender Maßen: „Was konnte diese Auffassung des Zudenthums von Seiten des neuen Christenthums anders als Haß und Verachtung gegen Diejenigen erwecken, die das ersehnte Heil von sich wiesen, da es ihnen geboten wurde?" Dein Hrn. Dr. Stern allein Mag es begreiflich sein, wie dieser Vorwurf Mit der Lehre Pauli züsaMMenhängt; wir müssen diesen Zusammenhang ttachzuweisen seinem Scharfsinn überlassen. Aber Hr. Or. St. sollte sich nach 3. Mos. 19., 16. richten: „Du sollst kein Verleumder sein," er müßte denn diese Vorschrift auch zu dem aufzulösenden Gesetz rechnen. Zst es NUN nicht löblich, einen Lebenden zu verleumden; einen Tobten, bringt wahrlich auch keine Ehre, und ist um so unverzeihlicher, wenn die Berichtigung einer irrigen Ansicht so nahe lag und so leicht war wie hier. Wie, der Apostel sollte Haß nnd Verachtung Zsraels lehren, welcher ausspricht Röm. 9., 1. — 3.: „Ich sage die Wahrheit in Christo und lüge nicht, dH mir Zeügniß giebt mein Gewissen in dem heiligen Geist, daß ich große Traurigkeit ‘) DaS meinen wir auch so lange, bis Hr. St-einen Menschen vachweist, welcher den göttlichen Willen erfüllt hat. Wir glauben auch, daß das alte Testament mit Paulus und uns ubereinstimmt 1. Mos. 8., 21., und Hr. Et. wird sich wohl nicht für besser als der König David halten, dessen Morte sind: »Herr, vergieb mir alle meine Dünbe!"