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Dibre Emeth · 1845-12-01 · Heft 12 (Dezember 1845) · page 3

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Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 12 (Dezember 1845)
Date
1845-12-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Menschheit die wahre Gotteserkenntniß des Zudenchums zu bringen. Er lehrte den einen und unkörperlichen Gott des Judenthums, und die erhabene Sittenlehre des alten Testaments ist auch die seinige. Aber jene reine Gottesvorstellung war, besonders während des zweiten Tempels, getrübt worden durch eine Beimischung nattonaler Besonderheit; davon mußte sie Christus befteien, und er that es, indem er die weltumfassende Liebe als den Mittelpunkt des göttlichen Wesens bezeichnete; er trennte das Gesetz von der Sittenlehre, und hob jenes auf als Ausdruck der jüdischen Nationalität und als Schranke gegen Vermischung mit den heidnischen Völkern. Aber mit diesem einfachen, wahren Worte konnten seine Jünger nicht aufkommen gegen den schöpferischen Genius des Griechenthums und gegen den riesigen Geist Rom's, die großartigen Geistesprodukte beider Völker konnten nicht plötzlich in Nichts zusammensinken. Dies erkannten die Apostel entweder, oder sie wurden befangen, kurz sie wagten nicht, den Griechen die Lehre von dem einen, unkörperlichen und unerfo^chlichen Gott zu bringen, sie brachtm ihnen daher —Christus, ^den Mensch gewordenen Gott, sie spielten den Heiden ein Quiproqao, statt der menschlichen Götter hatten sie nun den göttlichen Menschen. Das Christenthum also ist — das in die Formen des Heidenthums gekleidete Judenthum; damit ist es aber ein gut Theil selbst heidnisch geworden, und darum mußte die Geschichte die Fortdauer des Judenthums mit Nothwendigkeit fordern." Das ist so ziemlich das Resumv aus den von S. 41. bis 47. vorgetragenen, mit vielen Phrasen verbrämten Behauptungen des Stern'schen Buches. Wunderniedliche Sächelchen, ganz neu, man möchte zusetzen: von der Leipziger—Deutsch-Katholiken-Synode, wenn nicht durch eine Note S. 69. Herr St. sein Erfindungsrecht verwahrte: Ueberlegen wir, ob wir diese Erfindung approbiren können, und sehen uns deshalb nach den Beweisen um. Da nimmt es uns zuerst Wunder, daß die Beweise gerade nur eben so viel Seiten eiunehmen, als die Behauptungen selbst; so kurz läßt sich die Sache abmachen. Doch Herr St. spricht vor Gebildeten aus Juden und Christen, da bedarf es nicht 15*

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