Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 4-6 (Januar 1937)
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 128 (sequence 42)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2551369-2551418-2551421--2544-2554070- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
12S nur ein Körnchen Wahrheit in den Worten der Thora und der Propheten ruht, zerbrechen. — Nur der Agudismus kann das Nationalheim retten. Wird er es? Ist er in der Aguda bereits hinlänglich erstärkt, um die Rettung des Nationalheims zu einer wirklichen Volkssache zu machen? Werden sich hinreichend Männer finden — und gerade auf die Stilleren, die Tieferen, in deren Herzeii das sich selbst bejahende Volk der Thora wirklich lebendig ist, kommt es an —, um die Masse über alle Zertifikatenkonjunktur, über alle Fehler der Vergangenheit hinweg mit sich fortzureißen und zur ständigen Opfertat der Selbstbejahung zu bewegen? Werden die Stilleren, die Tieferen nach all den Enrtäuschungen fortfahren, schmerzlich zu schweigen, schmerzlich zu warten, statt als wahre Männer des Agudismus mit unendlicher Geduld, aber auch mit nie erlahmender Tatkraft, trotz aller Hemmungen aus den Niederungen der Menschenseele, die Führung an sich zu nehmen? Ein Bund der Männer des Agudismus innerhalb der Aguda könnte Wunder wirken. Auf die Männer des Agudismus wartet die Masse, nicht auf die Aguda. Der Keren Hajischuw, dessen Organisation jetzt neu errichtet wird, kann dazu berufen sein, den Agudismus in der Aguda zu endlichem Durchbruch zu bringen. Nur als Volkssache ist der Keren Hajischuw möglich. Gelingt es, so ist auch der — Keren Hathora gerettet. Ist der Agudismus wirklich die unbedingte Selbstbejahung des Thoravolkes, so kann und muß er dort am energischsten einsetzen, wo dieser Selbstbejahung die stärkste Selbstverneinung entgegengesetzt wird: Erez Jißroel. Nie war ein Moment günstiger, das ganze Volk zu tatenfroher Selbstbejahung als Thoravolk aufzurufen, als gerade der heutige mit seinen unendlich bitteren und unendlich lehrreichen Erfahrungen. Bis tief in die Reihen der Zionisten ist heute die Einsicht gedrungen, daß das arabische Problem als ein Machtproblem und das Mandatproblem als ein machtentkleidetes Rechtsproblem nur mit der besonderen Hilfe Gottes lösbar ist, einer Hilfe, die auf dem Wege nationalgeschichtlicher Selbstaufhebung nicht zu erwarten, die nur aus der Gotteswelt nationalgeschichtlicher Thoraverbundenheit, eben nur aus der Welt des Agudismus erlangbar ist. Die geschichtliche Ironie des Zionismus, die tragikomische Haltung seiner Wortführer in der Sphäre der Völker geschichtlichen Weltwirklichkeit ist eine Mahnung ohnegleichen. Wieder einmal steht der Ratio-