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Nahalat tsevi · 1935-08-01 · Heft 11-12 (August 1935) · p. Seite 335

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
V (5695) 1934/35
Issue
Heft 11-12 (August 1935)
Date
1935-08-01
Page
Seite 335 (sequence 45)
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355 überwältigende Mehrbeit der Landeskonferenz hat sich mit unbeirrbarem Instinkt für die Aguda entschieden. Damit hat sich die Landeskonferenz zur Aguda als Organismus des Thorayolkes bekannt. An der Führung der Aguda liegt es nun, das Vertrauen der Thora-Arbeiter zu rechtfertigen. — VI. Vor schweren Aufgaben steht die von der Landeskonferenz ernannte neue Leitung der Poale Agudas Jissroel. Es sind jetzt dreizehn Jahre her, seit die Organisation besteht; Gründerjahre, Jahre der Kinderkrankheiten. Die Landeskonferenz hat mit ernster Eindringlichkeit die Bilanz dieser Jahre nachgeprüft und sie endgiltig abgeschlossen. Für die neue Geschäftsperiode hat sie mit unbarmherziger Selbstkritik ein doppeltes Defizit als Verlustvortrag gebucht: ein Defizit an praktischen Leistungen und ein Defizit an geistiger Erfassung. Oberste Pflicht der neuen Leitung wird es sein, beide Defizite während ihrer Amtsdauer zu decken. Unsere Poalim werden sich von der Illusion zu befreien haben, als ob durch Beteiligung an der allgemeinen Politik Er- 8prießliches in erheblichem Maße werde erreichbar sein. Weit wesentlicher dürfte die Gründung und Förderung jüdischer Gewerkschaften sein, und die Leitung müßte hierbei ihr höchstes Augenmerk darauf legen, daß diese Gewerkschaften die Thora zu respektieren und sich von Politik völlig fern zu halten haben. Die Leitung muß dafür Sorge tragen, daß alle Ortsgruppen wirklich fähige und sachlich eingestellte Vorstände haben und sie muß, eventuell durch Bezirksleitungen, die praktische Tätigkeit der einzelnen Ortsgruppen fortlaufend überwachen. Auf die Arbeitsbeschaffung vor allem sind die Vorstände der Ortsgruppen zu verpflichten. Statistiken müßten angelegt werden, die die Erfolge der Arbeitsbeschaffung genau aufweisen. Das Problem der Awodah Iwrith, das in Polen so brennend ist, wie in Erez Jissroel, muß aus der Sphäre bloßer Demonstrationen herausgehoben werden. Auch Kraftworte nützen sich ab und sind niemals ein Zeichen von Stärke. Man sollte nicht versäumen, die Fabrikanten einzeln und persönlich in Bearbeitung zu nehmen. Einflußreiche Persönlichkeiten von Buf und Ansehen müßten für die Bewegung zu gewinnen sein, daß sie sich unausgesetzt mit den Fabrikanten, die auf sie hören, in Verbindung halten und sie allmählich aufrütteln. Die Leitung muß danach trachten, mit den führenden chassidischen Persönlichkeiten in unmittelbare Verbindung zu treten, damit auch sie ein von der Thora

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