Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- III (5693) 1932/33
- Issue
- Heft 4-5 (Januar 1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Belongs to
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Rabbi Mendel Frankfurter, ״der Großvater des Großvaters". Dem Großvater von Samson Raphael Hirsch, Rabbi Mendel Frankfurter, ist in der 1908 von der Redaktion des ״Israelit“ herausgegebenen Samson Raphael Hirsch-Jubiläumsnummer im Zusammenhänge mit dem Lebensbilde des Regenerators der deutschen Orthodoxie ein kleines Denkmal gesetzt. Der Großvater dieses Rabbi Mendel, der ebenfalls Rabbi Mendel Frankfurter hieß, dürfte aber der erste Träger dieses Familiennamens gewesen sein, denn er war ein Frankfurter Kind, großgezogen in der geistigen Sphäre eines Rabbi Jesaja Hurwitz II., des Sohnes von Rabbi Scheftel und Enkels von Rabbi Jesja Hurwitz I., genannt של׳ה הקדוש. In seinen Kindheitsjahren saßs er Rabbi Ahron Samuel Kaidnower, dem Verfasser des ברכת הזבח und Freund des ש״ך zu Füßen. Just zur Zeit, da Rabbi Jesaja Hurwitz II. seinen Frankfurter Rahbinatssitz mit dem in Posen vertauschte und an seiner Stelle Rabbi Samuel Krakauer als Oberrabbiner nach Frankfurt kam, (1690) verlegte Rabbi Mendel Frankfurter I. seinen Wohnsitz nach Hamburg, wo er unter den damals führenden Männern in Hamburg-Altona, wie David Teweie, Rabbiner der deutschen Gemeinde in Hamburg, Rabbi Samuel Orgillas, Mosche Lipusch, Begründer der Chacham Zwi-Klaus in Altona u. v. a. eine geachtete Stellung einnahm. Während in Frankfurt zur gleichen Zeit, bei großem geistigen Aufschwung unter Rabbi Schmuei Schotten und Rabbi Naphtali Cohn, sich die äußere Lage der Juden verschärft und die inneren Verhältnisse infolge vielfacher Streitigkeiten zuspitzen, bis mit dem großen Ghettobrand von 1711 ein neues Kapitel der Frankfurter Judengeschichte beginnt, kann Rabbi Mendel Frankfurter in der Ruhe und Beschaulichkeit, wie sie um 1700 nach dem Sabbatai Zwi- Taumel in Hamburg-Altona herrschten, ein Leben bei intensivem Thora- Studium und ausgedehnter Liebestätigkeit führen. Er ahnte nicht, daß aus seinem Hause der neue geistige Retter für Frankfurt und das thoratreue Judentum in Deutschland erstehen und das Wort התורה מחזרת על אכסניא שלה sich in so zukunftsverheissender Weise erfüllen würde. Sein Grabdenkmal, das wir umstehend im Bilde zeigen, trägt die schlichten Worte פ נ איש אמת יהגה חבו ודובר אמת בלבבו הולך בדרך תמים ופועל צדק כ מנחם מענדל כהרר שלמה מפפד מיין שפירא נפטר יו' שק ך נ טבת ונקבר יד א7 כר בו רעג לפק תנצבה