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Nahalat tsevi · 1932-06-01 · Heft 9-10 (Juni 1932) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 9-10 (Juni 1932)
Date
1932-06-01
Page
– (sequence 3)
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Karmel und Sinai. Von Rabbiner S. R. Hirsch זציל. Vor uns liegt ein Blatt, dessen Inhalt das ganze Interesse unserer Leser beanspruchen darf. Nach der Schrift zu urteilen, stammt es aus der Frühzeit Rabbiner Hirschs זצ״ל : es enthält den Plan einer von ihm zu gründenden Zeitschrift. Die Überschrift des Blattes lautet: KARMEL eine Zeitschrift für Leben und Wissenschaft im Judentum» in zwanglosen Heften. Wie lange hinkt ihr noch auf beide Seiten? Ist der Ewige Gott, 80 wandelt Ihm nach, Und ist es Baal, 80 wandelt ihm nach! Da sprachen sie: Der Ewige, Er allein ist Gott! Der Ewige, Er allein ist Gott! (Kön. I, 18 ) Im Zeichen dieses Mottos sollte die Zeitschrift stehen. Im Zeichen dieses Mottos hat die ganze Lebensarbeit dieses Gotteskämpfers gestanden: es galt ihm, seine Zeit vom Fluch der Halbheit zu befreien und ihr damit den Weg zur Erlösung zu bahnen. Es folgt auf dem Blatte ein erster Artikel, den wir hiermit wiedergeben. KARMEL UND SINAI. Kennst du das Wort, das vom Sinai schallte? ״Ich, der Ewige, sei dein Gott! Habe nicht andere Götter neben meinem Angesicht! Es schallte vom Sinai und wies für alle Folgezeit Israel den leuchtenden Richtpunkt für sein Leben und Wissen, für seine Gedanken und Gefühle, für seine Worte und Taten und für seine Ansicht über Gedanke und Gefühl und über Wort und Tat. Alles mit diesem einen Maßstab zu messen, alles diesem Einen unterzuordnen, und nimmer zu feilschen mit anderen Gütern und Rücksichten, die als lebenleitende Götter nicht bestehen vor dem Alleinen. Mag um dich, Israel, alles auf anderes sich gründen, alles sich anders gestalten, alles andere Zwecke erstreben, d u hast nur einen Grund, d i r gilt nur eine Gestaltung, dir winkt nur ein Zweck: der Alleine, und des Alleinen Wort, der dazu aus Aegypten dich führte. In Israel nichts Wohlfahrt, das vor dem Alleinen errötet, in Israel nichts Klugheit, das des Alleinen Wort verdammt, in Israel nichts Flriede, das!mit des Alleinen Wort entzweit. Nicht soll es buhlen mit den Göttern der Erde! — So schallte es vom Sinai.

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