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Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands · 1921-05-01 · Heft 5 (Mai 1921) · p. Seite 102

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Journal
Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
Volume
1921
Issue
Heft 5 (Mai 1921)
Date
1921-05-01
Page
Seite 102 (sequence 18)
Language
German
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— 102 — leistet wird, so liegt das an den örtlichen Verhältnissen, hauptsächlich jedoch daran, daß die - Potsdamer Gemeinde sehr klein ist und unsere Arbeit sich auch noch durch andere Umstände besonders schwierig gestaltet. Der Verein veranstaltete durchschnittlieh in jedem Monat mit Ausnahme der Sommermonate Vortragsabende mit anschließender Diskussion. So sprachen im Februar 1920 Herr Rabbiner Dr. Schreiber über „Tolstois religiöse Sen* dung und die Lehre des Judentums". Im März Herr Hirschfeld, Berlin, über „Jüdische Erziehungsfragen". Im. September Herr Dr. Schreiber über das „Kol Nidre Gebet". Im November Herr Hirsch'feld über „Die Entwicklung der Speisegesetze". Anfang Januar Herr Dr. Schreiber über „Ein zionistischer Kritiker des Zionismus". Ende Januar Herr L. Müller, Potsdam, über „Das Ghetto". Seit Dezember fand allwöchentlich ein Literaturabend statt, in dem zunächst Jakobs Traum gelesen wurde; auch wurde über Probleme des Zionismus debattiert. Gesellige Veranstaltungen fanden zu Purim und Chanukka statt. Am Nachmittag dieser Veranstaltungen fand für die Kinder un* serer- Gemeinde eine kleine Festlichkeit mit Aufführungen statt. Am 3. März fand ein Vortrag des Herrn Hirschfeld über „Positives Judentum" und am 24. März ein Vortrag des Herrn Bruno Woydä über „Richard Beer-Hoffmann" statt. Die Vereins-Zeitschrift wird mit großem Interesse gelesen und auch eine stattliche Bibliothek unterstützt unsere Arbeit. Wir hoffen so durch die Tätigkeit unseres Vereins einen festeren Zusammenschluß der jüdischen Jugend Potsdams herbeizuführen. Arthur Braß. 1. Vors. Jüdisch-liberaler Jugendverein zu Rybnik. Am 17.. Februar fand hier die Generalversammlung unseres „Iii" statt. Diese war außerordentlich zahlreich besucht. Da wir im Anschluß an den geschäftlichen Teil ein Referat von Fräulein Nellhaus-Breslau über „Erziehung im Judentum" angesetzt hatten, waren auch einige Damen und Herren als Gäste erschienen, von denen drei als neue Mit* glieder unserm Verein beitraten. Aus den Neuwahlen ging Herr Rabbiner Dr. Neilhaus als Vorsitzender, Fräulein Hedwig Gadiel als Schriftführerin hervor. Die Versammlung stimimte einigen Statutenänderungen zu, und legte im allgemeinen ihr starkes Interesse für den Verein an den Tag. Nach Erledigung der Tagesordnung kam Fräulein Nellhaus zu Worte.

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