Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 1921
- Issue
- Heft 1 (Januar 1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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- 22 — Nr. 13. Moering, Vom neuen Glauben. „ 14. Dienemann, Judentum und1 Christentum. - 15. Travers Herford, Das pharisäische Judentum. „ 16. Cornill, Der israelitische Prophetismus. Bei der Zusammenstellung der Bibliothek ist besonderer Wert darauf gelegt worden, daß die einzelnen Werke Anlegung und Material für Referate geben, die in den Verfoandsvereinen von Mitgliedern gehalten werden können. Die Bibliothek verwaltet Herr Erich Bayer Breslau, Karlstr. 13. Anfrage. Warum ist es um die Rubrik ,,Vereinsnachrichten" so dürftig bestellt? Bestimmt wird es einen großen Teil der Mitglieder interessieren, von unseren Brudervereinen mehr zu erfahren als nur, wer an ihrer Spitze steht. Sicher wollen sie auch wissen, wie und was in den anderen Iiis gearbeitet wird. Ich möchte es darum mit Freude begrüßen, wenn nunmehr an dieser Stelle die wechselnden Berichte der Iiis zu finden sein würden. Und der Delegiertentag möge sich mit der Frage beschäftigen, ob es nicht empfehlenswert sei, auch in gewissen Zeiträumen Arbeitspläne anzufügen. Ich sehe sogar weiter; ich emlpfehle Ort und Zeit der regelmäßigen Zusammenkünfte zu benennen, damit es den zureisenden Iii- Mitgliedern ermöglicht wird, ohne besondere Mühe an einer Veranstaltung als Gast teilzunehmen. Lotte Leschziner, Breslau. Fragekasten Frage 1. Ist das jüdische Volk das erste gewesen, das die monotheistische Gottesidee vertrat? Antwort zu 1. Amenophes IV. (ca 1700 v. Chr.), König von Ägypten, hat . die alleinige Verehrung der Sonne in seinem Lande einführen wollen. Mit seinem Tode verschwand dieser Ansatz eines gewissen Monotheismus. In einigen babylonischen Hymnen und Psalmen wollen manche Gelehrte monotheistische Strömungen erkennen, es handelt sich dabei aber im Grunde genommen um die Oleichstellung einer Anzahl von Gottheiten mit einer Hauptgottheit. Dagegen hat sich im israelitisch-jüdischen Volke die Idee des reinen Monotheismus schon sehr früh gezeigt und ist spätestens seit der babylonischen Gefangenschaft unstreitig allgemein anerkannt gewesen. Frage.2. Gibt es unter den anderen Religionen eine Religion, die ein Gebet gleich unserem Kaddischgebet hat? Und ist es vielleicht möglich, daß die Juden dieses Gebet von dieser Religion übernommen haben? Antwort zu 2. Die Fragen sind ohne weiteres zu verneinen, da die talmudischen Quellen deutlich beweisen, daß die Grundformen und die Grundideen des Kaddisch schon im zweiten nachchristlichen Jahrhundert vorhanden gewesen sind. Robert Hirschfeld.