Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 1920
- Issue
- Heft 2 (Februar 1920)
- Date
- 1920-02-01
- Page
- Seite 36 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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— 36 — wachgerufene Interesse zu befriedigen, die Kunstsammlung -der jüdischen Gemeinde besucht. Mehrere Veranstaltungen dienten der Geselligkeit. Die Mitglieder kommen sich bei" dieser Gelegenheit persönlich näher das Band, das uns alle verbindet,- knüpft sich in fröhlichem Zusammensein fester und unter den zahlreichen Gästen wird eifrig Propaganda getrieben. Die erste gesellige Veranstaltung dieses Winters war ein musikalisch-deklamatorischer Abend am Bußtag, an dem wir die Freude hatten, Darbietungen des Herrn Oberkantors Friedmann und von Fräulein Lotte Rosenbaum zu hören. Am 20. Dezember fand ein Gesellschaftsabend (Tanz und Vorträge) statt, und endlich sei unsere schöne Chamukkafeier ■erwähnt. Durch seine Festrede versetzte Herr Rabbiner Dr. Baeck alle, die gekommen waren, mit uns Chamukka zu feiern, in eine weihevolle Stimmung. An den Sonntag-Vormittagen werden Spaziergänge in die Umgegend unternommen; fröhliche Kameradschaft entsteht auf dem Boden gleicher Gesinnung. Manche Anregung unserer Arbeitsabende wird hier fortgesponnen, wichtige Angelegenheiten des Vereinslebens und die Stellung des Iii zu den andern Vereinen kommen zur Sprache. Sf) hat der jüdisch-liberale Jugendverein Berlin ein arbeitsreiches Vierteljahr hinter sich, und wir dürfen die Ueberzeugung hegen, daß seine Arbeit der Jugend, dem Liberalismus und dem ganzen Judentum zum Segen gereichen wird. Thea Arndt. Jahresbericht des Iii zu Breslau. Es ist nicht unsere Absicht, mit unserem Jahresbericht nur das statistische Gerippe einer abgemessenen Periode oder eine nüchterne Ziffernzusammenstellung zu geben. Wir wählen einen etwas freieren Rahmen, weil wir die an und für sich verständliche Abneigung haben, ein Jahr lebendigen Schaffens durch tote Zahlenkurven zu veranschaulichen. Wir sind hier außerstande, alle getreuen Mitarbeiter zu erwähnen, die uns in diesem Jahre zur Seite standen. Sie werden ihre Befriedigung in dem Werke selbst finden, an dem sie das ganze Jahr hindurch freudig geschafft haben. Einen von ihnen haben wir leider von uns scheiden sehen: unsern lieben Dr. Albert Wolf. Seit Begründung des Vereins stand er an seiner Spitze und hat mit seinem aufrechten Wesen, seinem feurigen Eifer, mit der ganzen Geschlossenheit seiner Persönlichkeit dem Vereinsschiffchen den Kurs ge-