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Palästina-Nachrichten · 1935-09-18 · Heft 17 (18.9.1935) · p. Seite 3

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Journal
Palästina-Nachrichten
Volume
2 (1935)
Issue
Heft 17 (18.9.1935)
Date
1935-09-18
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Kälte durch Wä arme Von Dipl. Ing, Alfred Bernheim Im vorderen Orient, besonders in Palästina mit seinen sich zum großen Teil aus dem Mittelstand zivilisierter Länder rekrutierenden Einwanderern, macht sich ein steigender Bedarf an ftleinkältemapehinen bemerkbar. . Hier sind es vor allein die AbSorptions-Kleinkältemaschinen, die lebhaft interessieren, weil bei Belriebs- und Unfallsichcrheit keine geschulte Bedienung notwendig ist. Die Absorpt^onskällemaschinen unterscheiden sich von den bekannten Kompressionskältemaschinen,. bestehend aus Kompressor, Kondensator, Verdampfer und Itegülierventil dadurch, daß der Kompressor, also eine Anzahl bewegter Teile, die Bedienung erfordern und Verschleiß verursachen, ersetzt ist durch den Absorber. Dieser ist in der Hauptsache ein mit Flüssigkeit und Gas gefülltes Gefäß, das keinerlei Bedienung und Verschleiß verursaehj und als angenehme Zugabe den weiteren Vorteil mitbringt, daß er geräuschlos ist. Die meisten^ Absorptions-Kleinkälteirfaschinen , besonders für Haushaltschränke, arbeiten periodisch oder intermittierend, d. h. ca. zwei Stunden pro Tag in einer Koch- und die übrige Zeit in einer Kühlperiode. Infolge des periodischen Betriebes ist es möglich, die Pumpe, die sonst für die / -LösungHaotwendig^wäre, zu erspareriTlDas ist für eine Haushaltmaschine mit Rücksicht, auf möglichst einfache Bedienung sehr wichtig. Kocher und Absorber sind in diesem Falle dasselbe Gefäß. Der Vorgang in der Absörptionskaltdampfmaschine istkurz folgender: In den Kocher ist Ammoniak als Kälteniedium und Wasser als Absorptionsmittel eingefüllt. Zunächst wird dem Kocher (Absorber) auf irgend einem Wege Wärme zugeführt; bei höherer Temperatur kann aber das Wasser weniger Ammoniak Neue Warenzeichenuud Patent-Anmeldungen Am 22.rAügust 1935 wurden von der Palästina-Regierung O9 Warenzeichen-Anmeldungen (3 aus Palästina, 39 aus Großbritannien, 9 aus Deutschland,!\ aus der Schweiz,, 3 aus Österreich, 3 aus Portugal, 3 aus USA, je 1 aus Ägypten, Belgien, Dänemark, Italien und Frankreich), sowie 8 Patent-Anmeldungen (3 aus Palästina, 2 aus Großbritannien, je 1 aus Österreich, der Tschechoslowakei und der Schweiz) neu publiziert. -— Die Einspruchsfrist beträgt bei den Warenzeichen 6, bei den Patenten 2 Monate. lösen als bei niedriger Temperatur. Es wird daher Ammoniak aus der Lösung ausgetrieben; gelangt in den Wasserabseheider, in dem sich mitgerissene Wasserdämpfe niederschlagen, und ton da in den, Kondensator, wo jas Ainmoniakgas-dureh-Kühl^ wasser verflüssigt wird. Das flüssige Ammoniak fließt nun weiter in den Verdampfer, wo es' durch Entspannung zur Verdampfung kommt. Die Kochperiode dauert ca. zwei Stunden. Nunmehr wird ^re^WärnieYüfL\hT~ä unterbrochen und gleichzeitig die Kühlwasserzufuhr vom Kondensator auf den Kocher ausgeschaltet, d/h.'das'Kühlwasser" fließt nicht mehr durch den Kondensator, sondern durch eine durch den Kocher hindurchgehende Schlange. Durch Kühlung der Lösung geht der Druck und die Temperatur herunter. Der Kocher wird zum Absorber dadurch, v daß nunmehr die schwache Lösung, die sich im Verdampfer bildenden Ammoniakdämpfe aufsaugt. Diese kehren also wieder dahin zurück, wo sie vorher ausgetrieben worden sind. Zu dieser Verdampfung ist aber Wärme notwendig, und diese wird der umgebenden Luft entzogen. Wir haben es also mit der eigentlichen Kühlperiodc zu tun. Diese intermittierend betriebenen Kühlanlagen haben den Nachteil, daß während der Kochperiode ein unerwünschtes Ansteigen der Kühlraumtcmpcralur eintritt. In heißen Ländern ist das /besonders lästig. Außerdem besitzen diese Anlagen \die verhältinsinäßig betriebsunsicheren Mittel wie Begulier^efttil und automatische UmschaltvorriHilung; 'Eine-Erfindung schwedischer. Ingenieure ermöglicht es, kontinuierlich arbeilende Kühlanlagen zu bauen und Heguliervcntil und automatische Unischaltvorric.htu.ng zu ersparen. Das Wesentliche ist die Einführung eines zweiten Gases, des Wasserstoffes; in den Prozeß. Der Vorgang hl der Apparatur mit-.zwei Gasen ist kurz folgender: Durch Zuführungvon Wärme, wird das Ammoniak aus der im Kochen befindlichen Flüssigkeit ausgetrieben .und gelangt nach Absonderung von Wasserdämpfeu im Wasseräbscheider als reines Annnoniakgas in den Kondensator, wo es verflüssigt wird. Das flüssige Ammoniak -rieselt, in einer Wasserstoffatmosphäre auf die im Verdampfer befindlichen Schalen und verdampft. Der Wasserstoff kommt vom Absorber und mischt .sich im Verdampfer mit Animoniakdämpfen. Da das Gewicht dieses Gasgemisches im Verdampfer Türkisch» schwerer ist als im Absorber, weil hier das Ammoniakgas von der armen Lösung aufgesaugt wird, entsteht'-ein. Kreis-- kuif des Wasserstoffes vom Absorber zum. Verdampfer und zurück zum Absorber. Die zur_Verda 111pfimg,?des*~A nin 1 oniaks notwendige Wärme wird der, Uingebung^entzogen. Dadurchentstellt -die Kältewirküng. Wir haben also die interessante. Erscheinung, daß durch dauernde "Wärmezufuhr dauernd Kälte erzeugt wird. Durch die Aufsaugung von Ammoniak wird die Lösung im Absorber-gesättigt"-uud läuft .-durch."Gefälle-.undden Vorgang des Heizens der Wäroiequelle (Gas. Elektrizität, Petroleum) zu., liier beginnt der Kreislauf des Ammoniaks von neuem. Es bleibt noch übrig zu bemerken, daß die durch Austreibung des Ammoniaks entstandene schwache Lösung .über einen Wärmeaustauscher durch Gefälle dein Absorber zufließt. "Die kleinsten für den Haushalt .bestimmten Apparatekommen ohne Wasserkühlung aus, »eine.-Tatsache, die für -wasser- -.'arme.-Gebiete: von nicht zu unterschätzender -.Bedeutung -ist. l^esji^Apparate gmiige!"fiVTr'('i7ien Haushalt von -vier Personen. Das Platzbedürfnis dieser-Apparate ist sehr, gering; sie haben etwa■:/|^()X/|8oXli5o'Vnin., .-. Auch die Betriebskonten sind verhällnismiMig niedrig. 1 111 ein .Beispiel zu geben, beträgt der Energieverbrauch für den kleinsten Apparat in m4-'Stunden o,<S m;i Gas oder •> kW oder % 1 Petroleum.' 1- ■ Ganz besonders empfehlenswert sind 'diese Aulagen dort, wo Wärme kostenlos zur Verfügung steht. z..U, bei Auspuffmaschinen, in chemischen Fabriken, bei Gasmaschinen, bei Dieselmotoren u. dgl; Ms ergeben sich also gerade für heiße, Länder ungeahnte Enlwicklungsinöglichkeiten, die lästige :\uspuffwärenvbei Transporten mittels Benzin-, (las- oder Diesel- - molaren'"in. eine erwünschte Ivühlwirkuug für das Wagen- , innere umzuwandeln; MAX LICHTWITZ Buch- und Steindruckerei BERLIN SW19, NEUE GRÜNSTR.3Q Femsprecher: A6 Merkur 2936 liefert für Sie ^Druckauftriage ih^&el^nnter QUALITÄT

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