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Palästina-Nachrichten · 1935-07-18 · Heft 13 (18.7.1935) · page 1

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Journal
Palästina-Nachrichten
Volume
2 (1935)
Issue
Heft 13 (18.7.1935)
Date
1935-07-18
Page
– (sequence 1)
Language
German
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'7J totth 11,1fW LlfTij[|g»"||4 "1 » «jj a fj iia?ii i t äVi i i kl »vi s ■ ■ *v ZEITSCHRIFT FÜR WIRTSCHAFTSENTWICKLUNG IM VORDEREN ORIENT Palestine News, reriodtcal lor the Promotion of *he economic Jevelopment of the Near. East fjOiü;jü j>~ .;,;.L..U .u-l * ■ «• * jiM J tf*L3Vl •VKW^pK Jll^H* n^aVbn ninnorin1? pny •aiipn mtan V» V«rlAg Ernst Költonbaum, Berlin SVV19, Neue Grunstrafce 30. fero$pre*heri A6 Merkur 7413. — Generalvertretung für Palästinas H«inx Zeimann, Tel-Aviv, Dfeengoffstr. 159. Die P. N* erscheinen zweimal im Monat.' Bezugspreis für Deutschland,, Österreich und Danzig RM 1,20 pro Quartal, alle anderen Länder RM \iJÖi Postscheckkontot Berlin 37991. Anzeigen .laut Tarif. Anzeigen.Generalvertretung t Herbert Hirsch, Berlin SW19, Neue Grünstraffe 30 Schrilfleifung: Dr. E. F. Ascher Berlin, 18. Juli 1935 Jahrgang II Nr. 13 BANKEN-KONTROLLE von Dr. K. GrunwalcL, Jerusalem Im Dezember 1933 wurde in Palästina ein Komitee .einberufen, um über die Notwendigkeit und Möglichkeit einer Bankengesetzgebung zu beraten. Im Sommer 1934 wurde der Regierung ein Bericht unterbreitet. Die Veröffentlichung einer Bankverordnung ist in Kürze zu erwarten. . Dieser Schritt der Regierung trifft zeitlich mit interessanten Outsider-Entwicklungen im Bankwesen Palästinas zusammen. Wir waren Zeuge, wie in iien letzten vier Jahren eine große Anzahl kleiner und kleinster Banken entständen mit sehr großen Namen -und - sehr -geringem Kapital; deren Tätigkeit häufig nur wenig .-mit, . dem gewöhnlichen Barikger schäft zu tun hat. Gleichzeitig wurde in fast jedem Land in den letzten Jahren eineßankengesetzgebung eingeführt, welche zwischen mehr oder minder großer Starrheit hier bis zur rigorosen staatlichen Kontrolle und Einmischung dort schwankt. Das. einzige Land, in welchem das Bankwesen praktisch seine völlige Freiheit bewahrt hat, ist Groß-Britannien. Bei der Betrachtung der in Vorschlag gebrachten palästinensischen Bankengesetzgebung im Vergleich mit der internationalen Gesetzgebung finden wir, daß sie sich fast ausschließlich mit dein Hauptproblem beschäftigt, wie der Bankkunde geschützt werden kann. Der erste, und wichtigste Vorschlag des Bankenkomitees in dieser Richtung ist die Forderung einer Kapitalseinlage von mindestens 25000 £P., welche von einer ■Bankausgewiesen. wurden. iiiüssm,..,eh^-8i^ilv^-WiFksamkeitraufnehmen darf. Dieser Vorschlag ist bis zur Erschöpfung diskutiert worden, besonders deswegen, weil seine ruckwirkende Kraft gefordert wird. ' iahten ^pcecUm Das Statistische Büro der Jgwish Agency~ih Jerusalem gibt über die Entwicklung Palästinas seit dem Jahre 1920 folgende Ziffern, wobei als Basis für das Jahr 1920 die Zahl 100 zugrunde igelegt ist: ßnfuhr (Wert) . . . Ausfuhr (Wert) , . . Induslrieprodukte (Wert) Schiffsverkehr (Mengen) . Bankdepositen . . . . .Geldumlauf , ... Einwanderung . . . . Gesamtbevölkerung ■,-■■> Jüdische Bevölkerung . Arabische Bevölkerung . Jirdisches Pf 1 anzungsgebiet I02f> 1930, itßv iO-V. ii5 120 12T) 2/l<) 100 i3o i5o 23o —:-. 200 3oo 5oo l/|0 160, 170 3oo; —' i6«> f\UO 1 000 --' 200 a3o /|QO 2 20 5o 80 ff 00 n5 i3o l7|0'- i5o ifi 220 23ü 3 00 ITO 1.20 i3o l/|0 i So - 3u> 760 1 100 Palästinensische Zeitungsauflagen " Die "wichtigsten jüdischen Tageszeitungen Palästinas haben -gegerrwärtig^sehätzu ngs weise folgende A u flägehöhen- -—— „Dawar" (Tel-Aviv) . . . . . . 18 000 i,The Palestine Post" (Jerusalem) . 12000 „Ilaarelz" (Tel-Aviv) . . . .10—12000 „Dpar Hayom" ^Jerusalem) . . f\— 5 000 „Hayarden" (Jerusalem) . . . 3— l\ 000 in Verbindung mit einem BanknanVen zu verbieten, nu Ks besieht kein Zweifel, daß die vol l ige U ngebi uidenheit einerseits und die Begrenzung des Bankgeschäftes allein au f Akliengesellschaflen andererseits di e gege 11 w Ü r I i ge S l n 1 k 111 r des palästinensischen Bankwesens unterminiert*: die große Anzahl kleinster Institute mit sehr wenig Eigen- . kapital Werden, da offene .'Handelsgesellschaften und --Eigenfirmen ausscheiden-, iii der \,Companies Ordinanre"; als Fictionsgesel Istha flenn 1 i t klingenden Namen und ~Fictiönsdirek toren mit 11 ieh l dei 1 besten ~~ "Näi nen regi - -striert. Derartige erdichtete Namen sind in einem Ein- —wa1 idei-(4-l a 11 d^rbt^soi4ders-g<^~7 Jährlich, da der unei faluene Einwanderer durch sie leicht irregeführt werden kann. Daher ist -ein Vorschlag, den unautorisierten Gebrauch solcher Beiworle wie' NA¬ TIONAL, IMPERIAL usw. /u aber wäre, solchen Banken eine begrüßen. Weitaus wirksamer kleinere Kapitalseinlage zu gestatten, welche den Rainen des Inhabers in der Firma führen. Der vorsichtige Klient , würde sich sorgfältig nach dem Stand eines Bankinbabers erkundige n, und nur wenig Gentleiuen mitk zweifelhafler A ergatigenheit können sich hinter einem neutralen Namen v.erbergen. Die Mehrheit des Komitees sprach sich zugunsten einer Mindesteinlage \on 25()oo £P. aus, wogegen die .Minderheit sieh für eine solche von jo 000;£P. entschied. Sie wies auf die Dienste hin, welche eine große Zahl kleiner Hanken dem Publikum geleistet haben und noclr h*islen7~Diese belielhen ihr Geschäft in Verbindung mit dem, „Dienst am Kunden"-Principe wogegen die Abteilungen von Großbanken häufig mit Beamten, nicht, mit Bankiers besetzt werden, welche zwar nach

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