Palästina-Nachrichten
- Journal
- Palästina-Nachrichten
- Volume
- 2 (1935)
- Issue
- Heft 7 (17.4.1935)
- Date
- 1935-04-17
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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J tPK StaU-^w y ui ui Vakuum-Trockner, Verdampfer tum schnellört, billiöört, dterilen, oxydationsfreien Eindampfen und Trocknen empfindlicher Stoffe bei niedriger Temperatur. VoUkommene £ntfeucfrtün& unabhängig von äußeren Witterungseinflössen. Erhaltung des Aromas, der Farbe, der Diastaee, Fermente, Treibkraft, Vitamine und aller wertvollen Eigenschaften. Kolloidmühlen / Imprägnierapparefe / Krlstalfisaforen Chemische Apparate / Exf rakteure in Sond«rkomfruktlon«n b. h!/ BERLIN-CHARLOTTtNBURG 4 Fernsprecher: J6 Bleibtreu 3123 (Berlin - oOnnschtohf Vakuum Chemische Industrie im Aufbau Von Dr. Kurt Brauer, Consulting chemisf, Tel-Ayiv^ Zu diesem Thema haben wir in unserer Nr. 1/XIII bereits einige Anmerkungen gebracht Durch die Neugrändung am Toten Meer, von uns bereits gemeldet, wird die Frage erneut akut, Fabriken, die zur eigentlichen. chemischen Großindustrie zählen, sind naturgemäß in Palästina in nur kleiner Zahl vorhanden. Dagegen sind bereits eine recht beträchtliche Zahl' kleinerer Fabriken der chemischen und chemisch-technischen Industrie im Lande, deren Zahl sich in letzter Zeit stark ver^ mehrt hat." Zu diesen gehören die chemisch-pharmazeutischen Fabriken, die Produkte des sogenannten täglichen Bedarfs in ihrem Betriebe erzeugen.— - , Um einige herauszugreifen: Es werden kosmetische Erzeugnisse wie Zahncreme, Rasiercreme, Parfümerien, Körperpuder und dergl., dann wieder Artikel für Reinigung* insbesondere für Haushalte, wie z. B- Waschmittel, Einweichmittel,' Putzmittel, Schuhcreme, ferner chemisch-technische Bedarfsartikel _wie~ KaltleimT^ derglv und noch eine Reihe kleiner Erzeugnisse hergestellt. In Krankenhauszahlen Die nachstehenden Tabellen auf Seite ,6 geben eine Übersicht der Kliniken unchAinbuläTofien, abgesehenen den staatlichen Anstalten. Die Zahlen stammen aus dem Regierungsbericht 1933, während die Zahlen für io34 noch nicht vorliegen. Der Nachtrag enthält noqh nicht alle in der letzten Zeit gegründeten oder im Entstehen befindlichen Anstalten. diesem Zusammenhange sollen die Betriebe der Nahrungsmittelindustrie, zu deren sachgemäßer Fabrikation naturgemäß auch chemische, insbesondere nahrungsmittejchemische Kenntnisse notwendig sind; wie die^ Industrie der Fruchtsäf te . und Marmeladen, der Nährmittel, wie z.B. Puddingpulver, Backpulver und ähnliche Produkte gehören, nicht berücksichtigt werden. -. .■ ■■■■ Alle diese Erzeugnisse werden jetzt oft schon in ganz besonders guter Qualität hergestellt, so daß sie sich tatsächlich mit ersten nichtpalästinensischen Erzeugnissen messen können. „Tozereth Haaretz4 y „Made in Palestine" wird immer mehr zur Qualitätsbezeichnung im besten Sinne des Wortes, Dies ist um so wichtiger, als selbstverständlich noch vor einigen Jahren, als man noch nicht die genügende Erfahrung der Fabrikation im hiesigen Lande, wie Einfluß des Klimas usw. hatte, oft noch Erzeugnisse in den Verkehr kamen, die nicht allen Anforderungen entsprachen. t)ie gesunde und natürliche Tendenz der palästinensischen Wirtschaft besteht ja gerade darin, daß sie, wenn auch vielfach aus ausländischen Rohprodukten oder Halbfabrikaten, eigene Produkte herstellt und dadurch Werte schafft. So wertvoll also die 091 dem znr Verfügung stehenden Raum nur kurz skizzierte chemische Industrie ist, so ist doch für Palästina selbst vor allem die Frage von grundlegender Bedeutung: Ist es möglich, daß sich hier im Lande eine chemische Großindustrie entwickeln kann? Bei genauerer Prüfung der Frage muß man zu dem Ergebnis kommen, daß die Entwicklung einer chemischen Großindustrie möglich ist. Die kleine Schweiz, die ebenfalls keine Kohle hat, hat z. B. eine recht gut entwickelte Farbenindüstrie; die selbstverständlich ihren Absatz nicht im eigenen Lande finden kann und tatsächlich, große Mengen nach dem Orient exportiert: Dieser Export könnte aber von Palästina aus in noch besserer Weise stattfinden, da schon der Besuch der einschlägigen Kundschaft, die Transportverhältnisse usw. sich von Palästina , aus viel günstiger gestalten. Selbstverständlich ge- Auforeiferi*Aüsschreibung Die jüdischen Autobus*Genossenschaften Südpalästinas ha-, ben gemeinsam die Lieferung von-Autobus-Reifen für ibren Wagenpark (55p5 Autobusse) ausgeschrieben. Aussclireibeiide. Stelle: „Cooperative Gentre, for Yehuda Drivers, Ltd*", Tel- Aviv, Mikveh-Israel-Str. 8. hören hierzu größere »Kapitalien als sie im allgemeinen einzelnen Kapitalisten zur Verfügung stehen. Wrenn sich aber größere Kapitalien durch Errichtung einer Aktiengesellschaft auf bringen ließen, so hätte diese chemische Großindustrie bei, den in diesem Falle,, wirklich günstigen Exportmöglichkeiten gute Aussichten. Selbstverständlich ist es bei diesen, Unternehmungen, daß sie nicht auf kurze Sicht sondern auf eine längere Zeitdauer projektiert werden müssen, da. ja der Unterschied besteht, daß die Unternehmen in anderen Ländern ihre; Anlagen bereits haben abschreiben können. Vom allgemeinen Standpunkt der Palästinawirtschaft wäre aber eine derartige Ausdehnung der chemischen Großindustrie äußerst zu begrüßen, da auf diese Weise neben dem Orangenexport; eine weitere, gegebenenfalls große Summen ausmachende Ex- Privat-Sanajörium i» Jerusalem Foto: Dr.-'Sulinger porimöglichkeit besteht, deren Wichtigkeit ohne weiteres auf der Harid liegt. Daß dabei auch gewisse Rohmaterialien, deren Ausbeutung allein wohl bisher noch nicht rentabel genug war, Verwendung finden könnten, wie z.B. die des Gipses zur Schwefelsäurefabrikation, bei der gerade die Transportfrage wegen des hohen spezifischen Gewichtes dieser Säure eine Rolle spielt, kann in diesem Zusammenhange natürlich nur - angedeutet werden.,