Palästina-Nachrichten
- Journal
- Palästina-Nachrichten
- Volume
- 2 (1935)
- Issue
- Heft 7 (17.4.1935)
- Date
- 1935-04-17
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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20 Pfennig "jj^ ▼ ^H' Vi 111 f41 i fi I*i H! 11 Ii ^^ff ffesü^ y?^^^^ÄS ^^^^1 ^^^^^^^^^i I^^^^S ^^^^^^^w r^WS 8§§ ^^^§1 l^^k ZEITSCHRIFT FÜR WIRTSCHAFTSENTWICKLUNG IM VORDEREN ORIENT Palestine News. Perioelical iür thd Promotion of Ine economic Development of ine Near East fj&D .;,:.u U jU-l wu^l jyJl j tc^USVl .^p'-pK rnyn* n'^D^bn ninnsnnV pn* •anpn rnfan Vtrltfg Ernst KösUnbaum/ Barlin SW19, Neu* Grflnsfrtfje 30. Farmprechert A 6 Merkur 7413'. — Generalvertretung für Palästinas Heinz Zsimann, Tel-Aviv, Dltengoffstr. 159. ■—Di* P. N erscheine* zweimal: M Monat. Bezugspreis für Deutschland, Österreich und Danzig RM 1,20 pro Quartal, all» anderer« Lander RM 1.50. Postscheckkonto: Berlin 37991. Anzeigen laut Tarif. Anzeigen.General- . Vertretung* Herbert Hindi, Berlin SW19, Neue Grönstratje 30 SchriftleHurtg: Dr. E. F. Ascner Berlin, 17. April W35 Jahrgang II Nr. 7 Die medizinischen Verh|lt^8£~^^ ein großer Teil der öffentlichen Krankenversorgung ganz'a^ Die Vorsorge der Staat* liehen Instanzen kam den Bedürfnissen nur sehr zögernd rach^ schuf sich —- ebenfalls zum großen Teil aufgebaut aus Mitteln,: die aus dem Ausland kamen in der Hadassah, der Krankenkasse, später auch in anderen Krankenhäusern privater Philantropen eigene Anstalten. Die starke Einwanderung der letzten Jahre, insbesondere einer europäischen neuen Bevölkerung mit neuen Bedürfnissen und ärztlichen Ansprüchen, auch b^ias^ti^t äÜ den Gefahren und XrankheitsqueUen eines sehr-schwereh eine starke Discfepanz zwischen den Notwendigkeiten der medizinischen Versorgung und den vorhandenen Möglichkeiten. Auch die große Zahl der neueingewanderten Aerzte allein konnte an dieser Tatsache nichts Entscheidendes ändern, da hygienische und Wohn-Verhältnisse ein besonders starkes Bedürfnis nach Krankenhausversorgung verursachten. Besonders das Fehlen einer staatlich organisierten sozialen Fürsorge, der Mangel eines organisierten Krankenkassenwesens ist der Anlaß für viele Mängel und Schwierigkeiten. Ueberall sind daher Ansätze zu bemerken, diesen legitimen Bedürfnissen nachzukommen; Privatkliniken und Krankenhäuser werden gebaut; neue Erweiterungen der Krankenkassenorganisationen sind im Werden; die soziale Hilfe beginnt o^anisiert zu werden; neue Laboratorien und Fabriken für pharmazeutische Präparate entstehen. Ein beschränkter. Ausschnitt speziell der ökonomischen Probleme auf dem Gebiet der medizinischen Versorgung wird versucht in den nachstehenden Beiträgen zu geben. Die Krankenkasse der Arbeiter * .. ■ - . . .•. ■ ■ . ■ ■•■ Von Dr. Ä. Kaznelsön 1. Entstehungsgeschichte dieser Institution Im vergangenen Jahre jährte sich der Gründungstag der Krankenkasse („Kupatli-Gholim'- ) zum zwanzigsten Male. Aus einer kleinen^Qrganisation mit ein'paar hundert Mitgliedern im Jahre 1913 entwickelte sich die „Kuapth-Gholim" zu einer Körperschaft, die heute 4o 000 Mitglieder und einschließlich der Familienangehörigen zusammen 80 000 Köpfe zählt. Allein während der letzten zwei Jahre stieg die Mitgliederzahl der „Kupath-Gholim" um mehr als 20000. Die Hälfte der Mitglieder lebt in den-Städten, die andere Hälfte auf dein Lande, — in den Kolonien oder Arbeitersiedlungen: Die „Kupath Ghblim' * unterhält 120 Zweigstellen im Lande, 2. Die gesetzlichen Grundlagen 4 ■ In Palästina besteht kein Zwangsversicherungsgesetz gegen Krankheit. Die „Kupath-Cholim" der „Histadruth" ist also eine freie Körperschaft zur Versicherung gegen Krankheitsfälle. Nichtsdestoweniger gelang es ihr, mehr als 5oo/o~derv städtischen Arbeiter und fast 100 0/0 der Arbeiter auf dem Lande zu erfassen. Heutzutage ist die' „Kupath-GholimM nicht nur die größte Institution für Krankenversicherung im Lande, sondern auch die größte uer auf dem Gebiete der öffentlichen Gesundheitspflege tätigen Organisationen in Palästina. Die „Kupath-Cholim" ist staatlich registriert und von der Regierung anerkannt, jedoch werden ihr Subventionen von der Regierung selten, nur von Fall zu Fall, bewilligt. Anden Orten mit gemischter Arbeits Wirtschaft (jüdische und arabische Arbeiter)-erteilt die Krankenkasse auch den arabischen Arbeitern gegen einen kleinen Beitrag Hilfe. In den Kliniken der „Kupath-Cholim'l1 auf dem Lande werden auch arabische Patienten aufgenommen.----—,-- 3. Etat Die folgenden Zahlen zeigen die großen Veränderungen, die während der letzten zehn Jahre im Einnähmet tat. de** »Shemen*, leUte Flugzeugaufnahme Werkfoto