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Nachrichtendienst · 1928-10-01 · Heft 7 (Oktober 1928) · p. Seite 10

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Journal
Nachrichtendienst
Volume
1928
Issue
Heft 7 (Oktober 1928)
Date
1928-10-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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- i(3- Äufnahtne von Reichsauslanderinnen und Staatenlosen in sozialpadagogische Seminare und ihre Zulassung zur abschließenden Prüfung als Kindergärtnerinnen oder Hortnerinnen. Die Aufnahme und Zulassung wird durch einen Erlaß an "die Provinzialschulkollegien des Preußischen Ministers für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung vom 9. Juli 1928 (U. III Nr. 5564) geregelt. Grundsätzlich wird darauf hingewiesen, daß es zweckmäßig erscheint, die Schülerinnen nach denselben Bestimmungen zu behandeln, wie preußische Staatsungehörige, besonders für den Nachweis der Schulbildung. Es ist allerdings darauf zu achten, daß sie die deutsche Sprache soweit beherrschen, daß sie dem Lehrgang mit Nutzen folgen können. Veranstaltungen (Tagungen, Lehrgänge nsw.) Bund der jüdischen Kranken- und Pslegeanstalten Deutschlands. Am Mittwoch, den 3. Oktober ds. Js., fand in Frankfurt a. M. unter Anwesenheit von Dr. Philipsborn (Bund der jüdischen Kranken- und Pflegeanstalten) und Fräulein Weinreich (Zentralwohlfahrtsstelle) eine Aussprache mit Vertretern einiger Kranken- und Pflegeanstalten über den Gesetzentwurf betreffs Ausdehnung der Unfallversicherung auf Krankenpflegepersonal und in diesem Zusammenhang über die Frage des Nachwuchses jüdischer Schwestern, sowie auch der neuen Chefarztrichtlinien usw. statt. In der einige Tage später nachfolgenden Tagung des Deutschen Verbandes jüdischer Krankenpflegerinnenvereine Deutschlands in Stuttgart wurde der Beschluß gefaßt, die jüdischen Schwestern betreffs der Befreiung von der Unfallversicherung mit den katholischen, evangelischen und Roten Kreuz-Schwestern gleichzustellen, d. h. die Befreiung auch für sie zu beantragen. Den einzelnen Mutterhäusern würde es trotzdem Vorbehalten sein, auf Wunsch die einzelnen Schwestern gegen Unfall zu versichern. Die Frage des Schwesternnachwuchses wurde als sehr ernst betrachtet, nachdem durch eine Umfrage des Bundes festgestellt worden ist, daß in einer großen Reihe jüdischer Anstalten nichtjüdisches Pflegepersonal beschäftigt wird, weil ein erheblicher Mangel an jüdischen Schwestern besteht. Die Gründe für den mangelnden Nachwuchs wurden in der unzulänglichen Bezahlung und Sicherstellung der Schwestern, sowie aber auch in den zum Teil unmodernen Geist der Mutterhäuser gesehen. Der D.V.J.K. wollte gleichfalls aus der Stuttgarter Tagung neue Wege für die Förderung des Nachwuchses der Schwestern suchen. Fernerhin wurde angeregt, daß die Mutterhäuser gegebenenfalls ein gemeinsames Altersheim für ihre Schwestern errichten, da die Versorgung der alten und erwerbsunfähigen Schwestern mit der Zeit immer schwieriger wird. Die auf der Stuttgarter Tagung anwesenden Schwesternvereine faßten den Beschluß, soweit dies noch nicht der Fall war, dem Bund der jüdischen Kranken- und Pslegeanstalten Deutschlands als Mitglied beizutreten. Ebenso ist der D.V.J.K. selbst Mitglied des Bundes geworden. Tagungen der Inneren Mission und des V. Wohlfahrlsoerbandes. Der Geschäftsführer der Zentralwohlfahrtsstelle nahm als Vertreter dieser Organisation an den großen Hauptversammlungen teil, welche der Zentralausschuß für die Innere Mission in Königsberg und der V. Wohlfahrtsverband in München Ende September veranstaltet haben. Allgemeiner Fürsorgeerziehungstag in Würzburg. In Würzburg fand am 19. und 20. Oktober eine bedeutungsvolle Tagung des Hauptausschusses des Allgemeinen Fürsorgeerziehungstages statt, dem als Vertreter Fräulein Karminski, Direktor Bein-Beelitz und Dr. Ollendorff angehören. An den Verhandlungen konnte leider nur der Letztgenannte teilnehmen. Der erste Tag der tVerhandlungen brachte im Anschluß an ein ausgezeichnetes Referat des Freiburger Privatdozenten Dr. Beeking über: „Die Bedeutung der Umwelt uird ihre Einbeziehung in den Erziehungsplan" eine äußerst anregende Aussprache über diese bedeutungsvolle Frage. Wenn sich auch die Meinungen in der Aussprache je nach dem Standpunkt der Redner im einzelnenvielfach gegenüberstanden, so wurde doch von allen Seiten nicht nur auf eine immer bessere Erforschung und Berücksichtigung der Eigenart des Jugendlichen Wert gelegt, sondern vor allem auch eine Verstärkung aller Beziehungen der Fürsorgeerziehungsarbeit zur Umwelt, besonders zur Familie und zu dem Berufs- und Arbeitsleben, in das der Jugendliche später wieder eingeordnet werden soll, betont. Der zweite Verhandlungstag war ausgefüllt mit Referaten und einer Aussprache über die neuere Entscheidungspraxis, vor allem des Preußischen Kammergerichts, zur Frage der Fürsorgeerziehung. Auch hier standen sich die Meinnngen, inwieweit auf dem Wege vorbeugender kommunaler Fürsorgearbeit ohne Inanspruchnahme der Fürsorgeerziehung oder durch Fürsorgeerziehung vorgegangen werden soll, sowohl in der rechtlichen wie in der fürsorgerischen Auffassung teilweise stark gegenüber. Jedoch bestand auch hier Einigkeit darin, daß die Herbeiführung einer baldigen einheitlichen, dem Interesse der beteiligten Jugendlichen am besten gerecht werdenden Lösung unbedingt angestrebt werden müsse. Die vom Vorsitzenden des Allgemeinen Fürsorgeerziehungstages, Pastor Direktor Wolfs, Hannover-Kleefeld, außerordentlich geschickt und entgegenkommend geleiteten Verhandlungen boten auch für die gerade gegenwärtig in einer starken Neuordnung befindliche jüdische Fürsorgeerziehung zahlreiche wertvolle Anregungen und bewiesen erneut, wie großer Wert der Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Fürsorgeerziehnngs tag beizumessen ist. Meldung offener Plätze Ort und Straße Name der Anstalt Zahl der vorhandenen Plätze Nl. | w. Zahl der belegten Plätze m. | w. Es können ausgenommen werden: cmntm i 3U welchem m. |n>. | s Verpflegungssatz Bemerkungen Heilstätten Nordrach im bad. Schwarzwald M. A. v. Rothschild'sche Lungenheilstätte l Wyk aus Fohr Heim des jüdischen Frauenbundes 35 1'14 sofort 6.50 M. täglich 20 Mtäglich 29. 12. 28

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