Nachrichtendienst
- Journal
- Nachrichtendienst
- Volume
- 1925
- Issue
- Heft 2 (Juni 1925)
- Date
- 1925-06-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/2549643-2549652-2549654--093-2549816- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Li, wesentlichste Aufgabe der Hauptstelle besteht nuv darin, in möglichst kurzer Zeit die dem Freistaat SaMeu an- . grenzenden Provinzen zu organ,,,eren und zu zentraltsieren. denn die Neuorganisation de-s Freistaates Sachsen hat naturgemäße nur dann 'einen Sinn, wenn auch alle angrenzenden Länder nach denselben Richtlinien verfahren. Tie Provinz Lachsen halle sich schon vor längerer Zeit im Prinzip für die (Gedanke,i der Hauprstelle ausgesprochen, aus mannigfache» Gründe« jedoch lvar bisher die Rcorgäni: sierung noch uick-r in die Wege geleitet worden. Es wurde deshalb in Magdeburg am S». Mai eine Sitzung der beteiligten Persönlichkeiten zusammengerujen un&, von dem Geschäftsführer der Hauptstelle eine schgsllere organisatorische Arbeit gefordert, (kr wurde betont, daß es nur dann getingen wird, die ^Zentralisierung der Provinz Lachsen durchzusühren, ivenn tvenigstens für dir erste Ze,l hauptberuflich eine Person damit beauftragt wird Eine solche Persönlichkeit wird in Kürze bestellt tverden und alle t^einelnden der Provinz Lachsen bereisen. Zn Erfurt ist die »NlUndung rurer Zrveigkasse in Aussicht genoinmeii. Tie Reorgailijation in der Provinz Lchlejit» steht eben satt» unmittelbar bevor Tie Hauptstelle wird an« l l. Zuiir au» der Tagung des Per da »des niederschlcsischer Gemeinden vertreten iein und dorr Gelegenheit haben, eingehend ihre Ansiiluei' klarznlegen Wir glauben zu der Hossnung berechligt zu ic>», das; nart' unseren Porardeite» dort die i^ründung der Provi» zuilk.nie Aied, rschlesien mit dein Lid >» Breslau rijolgen ivlld Zn» Anschlus' daran iindel ui Lberjchlesren eine Per sannnlung alter beteiligten Kreise statt und >vir hassen, dag es aurt' dort zul ^lrniidnng einer eigenen Provinziatkaiie koinnieii ivird .. Las. Meldcivejeii soll ihr den gesamten Tu.rchlvaiideier verkehr vereinheitlü1)1 und neu geregelt werden Zu dieiein Zivecke hat die .Hauplst.'lle iämliirke» Provinz,alkassen »ei,.' Meldesorinulare zngehen laji'en. nnd zwar eine einheuliche Meldekarte, die der Wandernde. ^rstinalig bei einer Pro viiizmlkaiie vorspricht, erhall und die er vervilichtet ist bis zu l'rliic», Ausgangspunkt »nt »ich zn i,ihren Ans der Rück jene dieier garte soll ,edc Proviiizialkasse ihre Leistungen vermerken Turch eine andere, edensalls vorgedrnckic Karle solle jede Provinzialkasse sofort die Kasse benachrichtigen, an ^ie sie einen Petenten abgefertigt hat. Gleichzeitig benachrrchligt jene Provmzial^ssedte Hauptstelle in Berlin, die zweimal wöchentlich eine Gesamtmeldeiiste des ganzen Turch. ivapdererverkrhrs herausgibt. Tiefe Gesamtmeideliste hat den ^stdech, den Kontatt zwischen den einzelnen Kassen aufrecht zu erhalten und ihnen die Möglichkeit zu gebeir, irachprüsen zu fönnen, ob der Wandernde von seinem Reiseziel abgewichen ist. Wir hoffe», daß durch diese gründliche Systematisierung des Meldewesens sich bald alle jenen Elemente ausschflltrn lassen werden, die die Fürsorgetätigkeit der Gemeinden ohne Rot und ohne Sinn in Anspruch nehmen. vetprcchung von Cmzelfällcn. Zn Zukunft sollen im Nachrichtendienst soweit Raum zur Verfügung steht, praktische Fälle besprochen werden, denn es geht aus vielen bei der Geschäftsstelle der Z.W.St. eingehenden Anfragen und Gesuchen hervor, daß. trotz dauernden Hiniveisrs die jüdische'» Wohlfahrtsämter bei der Behandlung der Fälle noch immer nicht alle rechtlich vorhandenen Fürsorgemöglichkeiteik i» Anspruch nehmen. Tie Erfahrung hat gelehrt, daß fast überall, nicht nur bei den deutschen, sondern auch bei ausländischen Hilfsbedürftigen begründete Anträge ielleii abichlägig beschieden werden. Allerdings ist es bei Zälle» in kleinen Gemeinden Ausgabe der Provinzialbezw. Landesverbände, i» derselben Weise wie die staatlichen und kommunalen Wohlfahrtsämter sich aller Fälle ihres Bezirkes anziliiehmen Tie Weigerung eines jüdischen Wohlfahrtse> amtes v B lür ein Flüchtlingskind aus der Provinz Posen, das in euiem Erziehnngsheimckmfgknommen wurde, die Kosten zu überilehine». berührt umso besremdlicher, als das betr. städtische Wohliahrtsamt eine Zahlungsverpflichtung seinerseits anerkannt hat. Um Ueberweisiiiig des Betrages von Mk. L, - für den il iür das Fahr l!>L7 ans das Postscheckkonto 140617 der Z>entralwohtsahrisstelle < Lchatzmeisler Henriette May), Berlin E, wird dringend gebeten. ver»>»»«sin«e Scheipl«»»,,: »r Jato» Srgall. Berlin. »rock: herauaa Weimer t Ca.. Bertta*BUnea<arf. — 10 —