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Nachrichtendienst · 1922-12-01 · Heft 3-4 (Dezember 1922) · p. Seite 7

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Journal
Nachrichtendienst
Volume
1922-1923
Issue
Heft 3-4 (Dezember 1922)
Date
1922-12-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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handene belegt Bemerkungen Dortmund. - Altersheim in Westfalen . 43 43 Dresden Hcnriettenstift. 16 16 Emden Asyl. 10 7 FmiMsnet WksmgmmH * Anstalt für Israeliten. 38 38 Halberstadt Heim Neweh Menuchoh . 9 9 Hamburg Altenhaus der Deutsch - Israelitischen Gemeinde. 60 48 Siechenheimund Pflegestätte 22 18 Hannover Altersheim ...... 8 8 Königsberg Stift. 30 30 Leipzig Alters - Versorgungsanstalt 10 9 Lichterfelde Lehrerinnenheim .... 27 27 München Lipschütz'sche Versorgungs- Anstalt . 18 13 Pensionat. 31 31 Sontheim Altersheim Wilhelmsruhe . 40 31 Stettin Altersversorgungsanstalt . 11 11 Worms Hospital (Altersheim) . . 12 . 9 v?rkctzr mit vchörücn, tionfefftonellcn und imcrkonstMonciicn Organifattonen. Der Reichsarb elitsminist er veranstaltet von jetzt ab einmal im Monat Zusammenkünfte mit den Vertretern der freien Wohlfahrtspflege, an denen auch die Zentralwohlfahrtsstelle teilnimmt, um sich mit ihnen über zukünftige Zusammenarbeit der Reichs- und Staatsbehörden in Wohlfahrtsfragen auszusprechen. Am 27. November 1922 fand beim Preußischen Ministerium für Volkswohlfahrt die konstituierende Versammlung des Preußischen Landesbeirats für Jugendpflege und Jugendbewegung statt. Anwesend waren Pertceter aller öffentlichen und privater Organisationen für Jugendwohlfahrt und Jugendbewegung, von jüdischer Seite Vertreter des Jüdischen Frauenbundes, des Verbandes der jüdischen Jugendvereine und der Zentralwohlfahrtsstelle. Drin Reichsjugendwohlfahrtsgesetz entsprechend ist der Landesbeirat nur beratendes, nicht beschließendes Organ. Seine Aufgaben sind 1. Beratung des Ministeriums in allgemeinen Fragen. 2. Anstreben einer engeren Fühlungnahme zwischen dem Ministerium und den Verbänden der Jugendpflege durch persönliche Aussprache. 3. Hinwirkung auf möglichst reibungsloses Zusammenarbeiten der Verbände untereinander. Zur Durchführung der Aufgaben find besondere Arbeitsausschüsse gebildet worden. Für Vertretung der jüdischen Jugendpflege und Jugendbewegung ist bei den jn Frage kommenden Ausschüssen Sorge getragen worden. < * Die Reichsbahndirektion teilt im Namen des Reichsverkehrsministers mit, daß der Zentralwohlfahrtsstelle die Tarifvergünstigungen für Liebesgaben bis 30. Juni 1923 weiter gewährt werden. (Wir machen alle jüdischen Wohlfahrtsorganisationen auf die Dienstanweisung stber die Beförderung von Liebesgaben vom X. 1. 1923 aufmerksam, die von dem Verlag Julius Springer, Berlin W. 9, Linkstraße 23/24, bezogen werden kann.) Auszug aus den Berichten der Deutschen Not'gemein schaft. Der Sinn der Deutschen Notgemeinschaft ist, zu der Hilfe von Reich, Staat und Gemeinden, die angesichts der furchtbaren Not dringend notwendige Ergänzung durch die private Liebestätigkeit zu schassen. Daß der Wunsch zum Helsen auf fruchtbaren Boden gefallen ist, beweisen die bisherigen schönen Erfolge. So sind z. B. Tausende von Zentnern an Nahrungsmitteln den örtlichen Not- . gemeinschaften zur Verfügung gestellt und verteilt worden. Hunderte von Millionen Mark sind heute schon zusammengebracht. Jn zahlreichen Orten hat sich der Gedanke der Leistung von Ueberstunden zu Gunsten der Notgemeinschast unter den Arbeitnehmern durchgesetzt und entsprechende Pläne liegen bei den Beamten des Reichs, den Ländern und Kommunen vor. Um die Gebefreudigkeit zu steigern, kommen die in einem Orte gesammelten Beträge ausschließlich diesem zugute. Ausnahmen davon bilden Spenden, die ausdrücklich für den Reichsausgleichssonds gegeben werden.' Die bisherigen Erfolge lassen erhoffen, daß alles das, was früher an freiwilliger Hilfe geleistet worden ist, von der Deutschen Notgemeinschaft in den Schatten gestellt wird! * Anläßlich der Mädchenschutzkonferenz, die von der Deutschen Zentrale für Jugendfürsorge im November v. I. veranstaltet wurde, wurde in dem Referat über die Regelung der internationalen Beziehungen des Mädchenschutzes eine erschreckend hohe Ziffer der schutzbedürftigen jüdischen Mädchen genannt. Von den eingewanderten Ausländerinnen aus Polen, Tschecho-Slowakei, Ungarn, Ukraine usw. sind die meisten Jüdinnen acrs Rußland und Polen. Sie benützen Deutschland nur als Durchgangsland und wandern später nach Holland, Belgien und Südamerika aus. Biel zu wenig ist bis jetzt in den jüdischen Kreisen von der Schutzbedürftigkeit dieser Mädchen bekannt und es ergibt sich besonders für die jüdischen Frauen die dringende Forderung, Schutz auf jedmöglichste Weise zu gewähren. Jn der Berichtszeit fanden bei der Altershilfe des deutschen Volkes, der Bereinigten Fürsorge für das Auslandsdeutschtum -,,Brüder in Not", dem Deutschen Zentralausschuß für die Auslandshilse und der Flüchtlingsfürsorge des Bundes der deutschen Grenzmarken- Schutzverbände Sitzungen statt, bei denen wir regelmäßig vertreten waren. Für dieFlüchtlingeaus denGrenzmarken, deren traurige Lage in den Heimkehrlagern uns auch von jüdischen Flüchtlingen bekannt ist, ist eine neue Sammlung in die Wege geleitet worden. Wir waren ferner bei der Kundgebung der deutschen Aerzteschaft zu der Not und dem .Elend des deutschen Volkes vertreten. Literatur. Die erste Auflage der von der Z.W.St. herau-sgegebenen Schrift „Von jüdischer Wohlfahrtspflege" ist beinahe vergriffen. Interessenten können wir das Buch zum Preise von 300 Mark bei schleunigster Bestellung noch abgeben. 7

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