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Ben Chananja · 1867-02-01 · 3 (1.2.1867) · page 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
10 (1867)
Issue
3 (1.2.1867)
Date
1867-02-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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187 188 vollkommen, der Fuchs sprang auf und suchte das Weite. Zu seinem Unglücke machte er einen zweiten Versuch am dem Kadaver eines Löwen, denn dieser schnellt empor und fräss seinen Erwecker. — Das erinnert an die griechische Sage, nach welcher Asklepios Todte erwekte, wesswegen er auch von Zeus erschlagen wurde. Der letzte, den er erwekte, war ■Hypolytus, des Theseus Sohn, bei welcher Erweckung ihm das von einer Schlange gefundene Wunderkraut ßuhg als Mittel gedient haben soll. Ueberhaupt sollen nicht wenige Heilkräuter durch Schlangen aufgespürt worden sein (8. Kreuzer, Symbolik und Mythologie im Auszuge 8. 373). ד־דיקלא NrmäNt חרהבינא אמר ר״ש ב״ל (Pesachim 39, a). ist wol nichts anderes, als Asphodelum (s. Plin. H. N. 22, 32) Asphodillwnrz oder Goldwurz. Aus Asphodelum entstand das ganz unverständliche אצוותא דדיקלא, indem unter מרורים gewiss nur Kräuter, aber kein Theil der Palme verstanden werden kann. מרור .מרירתא (daselbst) mtgig, pieris, Bitterkraut, eine Art bittern Salats (Plin. H. Nr. 22, 31), der auch seinen griechischen und lateinischen Namen von seiner Bitterkeit hat. . ר" מאיר אומר אף עסווס ומורא ומר ירואר ־עסווס מורא א״ל ר" יוסי ע׳ ומורא הוא ובו" ist wahrscheinlich durch Korrumpirung das Nasturtium (Plin. 20, 50) entstanden und bedeutet eine Art Kresse, Gartenkresse. מר ירואר (daselbst)', Aruch 8. v. עסווס hat מר ירואר, was vielleicht marathrum, Fenchel ist (s. Plin. H. N. 21, 30). ובחרגינין Eryngion, die Brakendistel, Mannstreu (8. Plin. H. Nr. 21, 54). ובהרדופנין Hedypnois, eine Art Endivien, nach Plinius (H. N. 20, 31), zu unterscheiden von dem weiter unten vorkommenden ריירדוף , welches Mussafia ganz richtig mit Rhododaphne, Lorbeerrose, Oleander erklärt. In der Gemara (Chulin 58, b) wird diese Pflanze als eine für manche Hausthiere giftige bezeichnet, dasselbe bestätigt Plinius (H. N. 16, 33), indem er von derselben sagt: ״Jumentis capriose et ovibus venenum est.“ F r a g1 e n. I. In Midr. Mischle c. 15 zu Spr. 15, SO. findet sich folgende Nachricht: מעשה היה , באסססוינוס קיסר שואל אהי מ: ף שהכתוב לי "התורה לשון יוגי שאלמוד תורה ואעשה ציצית ׳,»ואקיים •בל התורה אמר רו הרי אני נותנת לן במחנה So lautet die Stelle in der editio Prag 1612, der Editor und Kommentator Isak b. Simon Koben, Eidam R. Löwe b. Bezalels, bemerkt, dass zwischen קיסר und שואל eine Lücke ist und verweist -'*betreffs deren Ergänzung auf eine frühere דפוס חוגרמה, die mir nicht zugänglich ist. Ich vermuthe wol. dass ארריינלס . für אספסיגום zu lesen ist, denn Hadrian hielt sich einige Zeit in Aegypten und Palästina auf; er führte, wie bekannt ist, viele Gespräche religiösen und filosofischen Inhaltes mit R, Josua b. Chananja. In Tanchuma ed. Zolkiew p. 101 . b. wird Akylas der Schwestersohn Hadrians genannt und nach Epiphanius de pond. et. mens. Nr. 14 war er der Schwäher (nsv&sfi/frrig) des Kaisers. Dies alles beweist; dass dieser Kaiser für eine griechische Ueber- Setzung der Bibel sich interessiren konnte, und zwar konnte ihm die Anregung zur Uebersetzung des Akylas zugeschrieben werden. Doch lässt sich hier in solange kein entscheidendes Wort sprechen, als bis der ursprüngliehe Text wird bekannt werden. Mögen die Pfleger der jüdischen Wissenschaft in diesen Blättern etwaige Auskünfte geben. Dr. N. Brüll. II. - Die Etymologie des Wortes אולר (Kel. 12, 8) ist sehr dunkel. Könnte Jemand Auf- Schluss geben? B. III. Wenn auch Luzzattos Entdeckung, nach welcher die ältesten Peitanim dem Beispiele syrischer Dichter folgten, in Deutschland nicht beachtet wird, '80 kann doch deren Richtigkeit kaum in Zweifel gezogen werden. Dieselbe dürfte aber dazu führen, auch die ursprüngliche Vortragsweise des Pijj. zu erkennen. Alte syr. Dichter, wie Jakob von Sarug in Mesopotamien (geh.462), haben metrische Reden verfasst: er schrieb zwölf Sermon es deDelunctis (Zeitschrift der DMG.' 12, 116). Sollten nicht die ältesten Pijutim solche Sermones gewesen sein? Dass dieselben mindestens zum Theil belehrende und nicht liturgische Tendenz hatten, wusste schon R. Jakob ha-Levi (Ma-' haril 3, a). Es dürfte angezeigt sein, diese Spuren weiter zu verfolgen, und zu untersueben, ob die Pijutim ursprünglich dieBestimmung hatten, von den Gemeinden rezitirt zu werden. Druck von Sigmund Burger in Szegedin 1867.

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