Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1866-08-29 · 35 (29.8.1866) · page 12

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
9 (1866)
Issue
35 (29.8.1866)
Date
1866-08-29
Page
– (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2542917-2543175-2543210--4956-2549003
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

99 100 h״m zeigten:אהד נרמה לו ברמות סרקי• Wenn nun auch dagegen eingewendet werden könnte, dass erstere Quelle erst im VII. Jahrh. redigirt worden (Zunz, G. V. 77.) und auch die zweite spätere Interpellationen hat, somit beide Stellen einer Zeitperiode angehören, in welcher schon manche abendländische Wörter sich in den Orient einschlichen: 80 steht 501gende Stelle, die dem IV. Jahrh. angehört, über diescn Einwand erhaben. Wir lesen Talm. jeruscb. lernmoth (Ende des 8. Kap.) ׳עלל חד סרקין Schwerlich wird Jemand behaupten wollen, dass schon in jener Zeit ein celtisches Wort in Palästina einheimisch gc* worden. Dasselbe ist jedoch arabisch, nämlich שרקיון (Morgenländer von שרק, der Osten); vgl. Wiener, Bib. Realw. s. v. Morgenland; Renan, Hist, gönür. des langues semitiques 4eme edit. p. 10D., die beide der Ableitung dieses Wortes aus dem Arabischen beistimmen. 2. Herr Dr. Grätz weiss das Wort גגית im Scpher Eliahu (Bet ha-midrasch von Jellinek) nicht zu deuten (Frankels Monatsschrift 1866. 8. 64. Anm. 5.) Ich glaube, dass es das griechische yiyav sei und lese גיגת• Die nach folgen de detaillirte Beschreibung, ln welcher die Epitheta lang, hoch sich wiederholen» rechtfertigen die Leseart und die Ableitung dos Wortes. 3. Renan schreibt in der neuesten Ausgabe seiner Histoire göndr. des langues somit,: Gräce ä des nombreux barbarismes les rabbins ont ainsi rtJussi ä 86 former uue vocabulaire scolastique assez compldte. Exemples;?)vinsubstance, לי)',-!—matiöre; אי^— condition eet. (p. 165). Es ist nicht meine Absicht fiir die Rabbiuen in die Schranken zu treten, obwol ein unbefangenes Urtheil auch hier nur die Bestätiguug dessen gefunden hätte, dass die rabbinische Sprache den Gang aller Sprachen nahm; denn gewiss würden Cicero und Virgil die spätlateinischen Formen quidditas, quantitas, wie überhaupt alle pbilosofischen termini technici als barbari nun verschrien haben. Nur bemerken will ich, dass Renan aus Unwissenheit die Rabbiuen für fremde Sünden zur Rechenschaft zieht. Denn היולי, das grichische v).y adoptirten zuerst die Araber und hernach die hebr. Uobersetzer arab. Schriften; das Wort תנאי ist syrisch und lautet תנוי (tanwaj) Bernstein in der Ausgabe der Obrestomathia syriaca von Kirsch (Lexicon p. 566) übersetzt es pactum, conditio, also in demselben Sinne wie es im Talmund gebraucht wird. בית וער לחכמים 5. מאסייא ססילייא Midi'. Esther. Herr Dr. Hübsch hat in seiner Nr. 5 der Forschungen gegebenen Erklärung der beiden Wörter nach meiner Meinung nur zur Hälfte das Wahre ge. troffen: das מאסיא—ist vollkommen richtig, aber 0^״«ב=פסולאייא* ist zweifelhaft; denn es ist nicht bekannt, dass man die Juden zur Beschimpfung ,Beschnittene" genannt hat. Besser wäre V'tAo? zu nehmen ״nackt" eigentlich: ״abgerieben" oder ״abgerissen“; oder auch «/0׳A0<?“1//0A0? ״russig, schmutzig“ in beiden Fällen wäre es eine griechische Uebersetznng des Wortes מאוס• Wir hätten es also hier, wie so oft, mit einer griechischen Uebersetznng des Urtextes zu thun, Prof. St Össei. ׳ 6. ״כציפורי בסי ושט כסטורי בסי וושט״ Herr A. Harkavy hat in seiner Nr. 5 der Forschlingen gegebenen Erklärung nur auf den 2. Theil Rücksicht genommen. Ich halte dafür, dass wir zur Erklärung dieser Stelle nicht nöthig haben, ״in die Ferne zu schweifen“, sie ist einfach ans dem Hebräisehen zu erklären ״ "צפורן=ציסורי״Nägel, Meissei“ und סטירי—פיטורי, Wie es auch im Moed Kafon27 wirklich zu schreiben ist, heisst : ״Kar on“ und der Sinn der Stelle ist: die Seele geht so schwer aus dem Körper, wie ein Nagel oder wie ein Karton, der im Schluadeingang stecken geblieben und schwer herausgeht. Raschi, der mit Hinweisung auf Tnrgum (1 Könige 4, 18) פיטורי iür Stricke hält, hat den Targum nicht verstanden; derselbe hat אטוגין שושנין d. hl ״knospende Rosen.“ Das Verbum אטן bedeutet urspiiinglich: ״knüpfen, schlingen, winden" daher auch ״sticken“, so dass wol die Bedeutung, Stickerei, Strick und Knoten oder Knospen“ daraus ubzuleitcn ist. Keineswegs kann aber der Targum hier ״Strick“ gemeint haben. . Prof. Stö-ssel.!rage. Im lalmud Rösch haschan. 14, a. Schlagwort איכא ביניירו erwähnt Raschi ובפי, רומ.יים מסד ש ובר Was für ein Kommantar ist hiemit gemeint? Sollte Raschi von einem lateinisch geschriebenen Commentar gewusst haben? Unglaublich! Oder wollte blos ein Kommentar von römischen Rabbiuen darunter verstanden sein? Letzteres scheint richtiger, wenn man einen von Raschi's Schülern am Ende des Traktates zu Pag. 11, b. gemachten Zusatz vergleicht. Daselbst heisst es gleich im Anfänge: בספרי רומיים־. Hier sind offenbar römische Talmudabschriften gemeint, 80 dass ובסי׳ רומיים ebenfalls einen Kornmentar der römischen Rabbiuen bedeutet. Wer sind abf׳r die römischen Rabbiuen vor Raschi? Wahrscheinlich Rabbi Nathan und dessen Vater R. Jechiel und mehrere andere! Es wären demnach die italänisehen Juden nicht auf so einer niedrigen Stufe gestanden, wie Dr. Grätz (VI, 84) sie ihnen zuweist; da doch Raschi und dessen Schüler auf ihre Kornmentare und Lesearten Rücksicht nehmen. Prof. Stilssei. Xnlxalt: Dogmatische und dogmengeschichtl. Studien v. Hc.1g. — הפקעת הלואתו• Von Bezirksrabb. Dr. Grünebaum. — Zur talmudischen Geographie. Von Kreisrabbiuer. Wiesner. — Die Harze. Terpentin. Von Dr. M. Duschak. — Neuer Kolbo. Philologische Bemerkungen. Von A. Harkavy. — בית וער לחימים. Von Prof. Stössel. — Frage. Druck von Sigmund Bürgerin Szegedin 1866.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.